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Corona

Mit Dudelsack und Kilt

Die Markgröninger Pipe and Drums Band spielt im Garten und macht Senioren damit eine Freude

Schottische Klänge vor den Asperger Kleeblattheimen.Foto: Alfred Drossel
Schottische Klänge vor den Asperger Kleeblattheimen. Foto: Alfred Drossel

Asperg. Viele bekommen eine Gänsehaut, wenn die Markgröninger Pipe and Drums Band ihren Salut und ihre Rolls spielt und den Dudelsack zu „Highland Cathedral“ oder „Scotland the Brave“ einsetzt. Ein wohl einmaliger, aber auch eindrucksvoller und glasklarer Sound, der viele Menschen begeistert und berührt.

Am Samstag haben die Freizeitmusiker Martin und Norbert Krickl, Michael Hörer und Oskar Wolf die Bewohner der beiden Asperger Kleeblattheime mit einem Konzert erfreut. Die Musiker traten in der traditionellen schottischen Kleidung mit Tartan, Barett und Kilt, dem Schottenrock, auf.

Gegründet wurde die Gruppe vor fünf Jahren von Martin Krickl. Er brachte sich das Spielen auf der Highland Pipe selbst bei, bevor nach und nach die Drummer dazukamen. Die Freizeitmusiker treffen sich jede Woche zum Üben. Mittlerweile zählen sie bis zu 20 Musikstücke zu ihrem Repertoire.

„Alle Stücke wurden ohne Noten, nur durchs Gehör einstudiert“, sagt Martin Krickl. Gage verlangen die Musiker bei ihren Auftritten nicht. Zu hören waren sie schon beim Sommerfest des Markgröninger Behindertenheims, beim Kirchenfest der evangelischen Kirchengemeinde Markgröningen und bei Hochzeiten und Familienfeiern.

Durch die Coronakrise waren die Schottenmusiker im Kleeblattheim Markgröningen gefragt. „Wir haben dort zuletzt am Muttertag Dankbarkeit für die Abwechslung und Zerstreuung spüren dürfen“, berichtet Martin Krickl.

Die Dudelsackklänge waren bis Asperg zu hören, so dass von dort eine Anfrage kam. Dr. Karl-Dieter Reimold, der Vorsitzende des Kleeblattvereins, und Gerlinde Bäßler haben das Gastspiel der Schottenmusiker in den Kleeblattheimen organisiert. „Wir haben in alter Verbundenheit zugesagt“, betont Martin Krickl, zumal er und sein Bruder Norbert geborene Asperger seien.

Der Auftritt der Pipe and Drums Band erfolgte unter Berücksichtigung der geltenden Schutzmaßnahmen im Garten der Heime. Die Bewohner hörten die Klänge des Dudelsacks und der Trommeln im Innern durch geöffnete Fenster und Türen.

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