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Handpuppen

Mit Kasperle und Seppl gegen Stress

Cornelia Widmayer und ihre Tochter Maxi bieten mit Hilfe von Figuren Beratungsseminare bei Überforderung an

Lachen, auch in Krisenzeiten: Cornelia und Maxi Widmayer sowie der Kasper. Foto: privat
Lachen, auch in Krisenzeiten: Cornelia und Maxi Widmayer sowie der Kasper. Foto: privat

Walheim. Stress war schon in Zeiten vor Corona ein großes Thema in der Bevölkerung. Viele Menschen überlegen sich einen Weg aus der Überforderung. Beraterin Cornelia Widmayer und ihre Tochter Maxi, beide aus Walheim, haben einen ganz eigenen Ansatz. Sie reduzieren den Stress mit den klassischen Figuren des Kasperletheaters.

Alles begann im vergangenen Sommer. Cornelia Widmayer und ihre Tochter Maxi waren auf einem Flohmarkt in Besigheim. Dort fanden sie an einem Stand etwas Besonderes. „Eine Dame hatte die klassischen Kasperlefiguren“, erzählt Cornelia Widmayer. Ihre Tochter Maxi und sie hatten gleichzeitig dieselbe Idee. Man könnte doch mit den Handpuppen das Thema Stress angehen. Schon seit vielen Jahren befasst sich Cornelia Widmayer mit ihrer Beratungsfirma mit der Problematik. Sie gibt dazu bei Unternehmen Kurse. Als gelernte Kinderkrankenschwester, Pharmareferentin und Kinesiologin hat sie die nötige fachliche Vorbildung. Tochter Maxi ist studierte Präventions- und Gesundheitspsychologin. Und beide sind immer auf der Suche nach neuen Ansätzen.

So kauften Mutter und Tochter die Puppen und studierten mit ihnen ein kleines Theaterstück ein. Das führten sie bisher immer vor kleinerem Publikum auf. „Stress kennt ja jeder und die Kombination mit den Figuren spricht nicht nur Kinder an.“ Die Rückmeldung der Erwachsenen sei ebenso positiv gewesen. Im Grunde berichten die Figuren des Kaspers, des Seppls, der Oma, des Königs und der Hexe von ihrem eigenen alltäglichen Stress. Der komische Effekt entsteht dabei durch die Umschreibung von fiktiven Gestalten auf das aktuelle Leben.

Dank dieser Vermittlung wird den Zuschauern jedoch einfach klar, was sie im eigenen Leben selbst tun können, um Stress zu vermeiden oder zumindest zu reduzieren. „Das beginnt in uns selbst mit der Wortwahl“, sagte Cornelia Widmayer. Man müsse ja nicht das Wort Stress benutzen. Alleine das übe schon eine Verstärkung des Drucks aus. „Wenn wir gelassener mit uns selbst reden, dann werden wir auch mit der Zeit innerlich gelassener, das kommt ganz automatisch.“ Beim Kasper geht es daher darum, dass den Zuschauern über simple Geschichten verdeutlicht wird, wo ihre Herausforderungen liegen und wie sie sie angehen können. Zu jeder Aufführung gehört nämlich auch, dass das Publikum einbezogen wird. Genauso, wie es eben in einem klassischen Kasperletheater auch der Fall ist.

Zurzeit leidet Cornelia Widmayer ebenfalls unter den Absagen von Firmen in der Corona-Krise. Sie macht sich daraus aber keinen Stress. Viel lieber überlegt sie sich neue Wege, ihre Botschaften zu vermitteln. „Ich arbeite derzeit an der Erstellung von Webinaren.“ In ihrer Freizeit ist sie Sängerin in der Band „Still 50th“. Dann nutzt sie die Bühne weniger für Beratung als für Unterhaltung. Und auch als Schauspielerin betätigt sie sich gerne. Doch bei all dem hat sie immer im Hinterkopf, dass sie neue Ideen für den Ausbau der Stressseminare mit dem Kasper gewinnt.

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