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FREIZEITPARK

Müllproblem noch nicht gelöst

Ein privater Sicherheitsdienst patrouilliert seit zwei Jahren auf dem Gelände des Freizeitparks. Im Mai ging diese Aufgabe an ein anderes Unternehmen über. Der Geschäftsführer erstattete im Ausschuss für Umwelt und Technik nun Bericht.

So sieht es im Freizeitpark immer wieder aus: Müllberge neben den Abfalltonnen. Archivfoto: Oliver Bürkle
So sieht es im Freizeitpark immer wieder aus: Müllberge neben den Abfalltonnen. Foto: Oliver Bürkle

Kornwestheim. Der Freizeitpark ist bei der Bevölkerung beliebt. Hunde werden dort gerne Gassi geführt, es wird spazieren gegangen und zu Zeiten ohne Corona auch gegrillt. Das ging nicht immer alles reibungslos über die Bühne. Trotz Aufklärung, Information und Hinweisschildern gab es Vandalismus, Müll wurde in Massen zurückgelassen. Deshalb wurde bereits 2018 der WSD-Sicherheitsdienst von der Stadt beauftragt, dort Streife zu gehen. Weil das aber nur sporadisch der Fall war und nur wenig brachte, wurde die Maßnahme eingestellt.

Kontrollen bis spät in die Nacht

Dieses Frühjahr wurde dann die Firma MKS Security aus Fellbach mit den Kontrollen auf dem Gelände des Freizeitparks beauftragt. Insbesondere an den Wochenenden von Freitag bis Sonntag an zwei Tagen für jeweils sechs Stunden bei den Uhrzeiten von nachmittags bis spät in die Nacht. An Feiertagen und vor Feiertagen wurden Zusatzschichten gefahren. Auf Nachtruhe und Sachbeschädigungen sollte insbesondere geachtet werden, und darauf dass es nur an den ausgewiesenen Grillplätzen Feuerchen gibt. Damit sollten möglichst viele Nutzer erreicht werden. In der Anfangszeit diente die Präsenz neben der Durchsetzung der Freizeitparkordnung auch der Kontrolle der geltenden Corona-Verordnung und den damit einhergehenden Kontaktbeschränkungen.

Das Einsatzgebiet wurde ab Juli um das Gelände der Steingrube erweitert. Es gab Hinweise aus der Bürgerschaft, die die Erkenntnisse der Stabstelle Umwelt und Klimaschutz stützten: Auch hier wurde zunehmend gefeiert, zudem Hunde spazieren geführt. Es musste durchgesetzt werden, dass die Vierbeiner angeleint und die Menschen auf den Wegen bleiben, weil die Steingrube ein wertvolles ökologisches und damit schützenswertes Gelände ist. Aktuell wird hier gerade an einer neuen Beschilderung gearbeitet.

Selten Polizei hinzugezogen

„Insgesamt verliefen die Kontrollen friedlich und nur in Einzelfällen musste das Polizeirevier mit der Bitte um Unterstützung alarmiert werden“, berichtete der Geschäftsführer der MKS, Michael Koschitzky, am Dienstagabend den Mitgliedern des Ausschusses für Umwelt und Technik. Einmal weil Altholz zum Grillen verbrannt wurde, erklärte eine Mitarbeiterin auf Nachfrage. Wenn nötig, sei die Doppelstreife gezielt auf Personengruppen zugegangen, habe auf die geltenden Regelungen hingewiesen und habe im Zweifelsfall auch die Kontaktdaten aufgenommen. Die hohe Präsenz vor Ort habe sich positiv auf das Sicherheitsgefühl vor Ort ausgewirkt.

Auf Grundlage der Hinweise gehe die Ortspolizeibehörde nun gegen einzelne uneinsichtige Hundehalter vor, berichtete die Verwaltung. Laut Rückmeldung aus dem städtischen Bauhof sei die Menge an Müll jedoch nicht weniger geworden. „Dafür sind unsere Handlungsmöglichen zu sehr begrenzt“, sagte die Mitarbeiterin der Sicherheitsfirma. Einmal habe die Ablage von Sperrmüll verhindert werden können. Die Stadtverwaltung möchte die Kontrollen im Hinblick auf die positiven Aspekte im kommenden Jahr – wie geplant – gerne fortführen.

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