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Nach dem Brandanschlag: Wasserrohrbruch

Nach den Löscharbeiten beginnt das Aufräumen. Foto: Alfred Drossel
Nach den Löscharbeiten beginnt das Aufräumen. Foto: Alfred Drossel
Bei den Löscharbeiten nach dem Brandanschlag heute Nacht in Marbach hatte es einen Wasserrohrbruch gegeben.

Marbach. Aufräumarbeiten nach den Brandanschlägen in der Marbacher Altstadt: Vor dem Haus in der Niklastorstraße häufen sich alle die Dinge, die die Feuerwehr beim Löschen des Gebäudes nach draußen schaffen musste.

Bei den Löscharbeiten an dem Gebäude war es zu einem Wasserrohrbruch gekommen. Das hatte zur Folge, dass Teile der Marbacher Altstadt zeitweise kein Wasser hatten. Der Schaden konnte jedoch schnell behoben werden, so dass das Wasser in den Haushalten wieder floss.

Gegen 3.05 Uhr am Samstagmorgen hatten Polizeibeamte des Polizeireviers Marbach in der Steinerstraße bemerkt, dass jemand einen selbstgebauten Brandsatz gegen die Eingangstüre geworfen hatte. Zeitgleich meldeten Zeugen zwei weitere Brände in der Niklastorstraße im Innenstadtbereich von Marbach. Auch dort waren Brandsätze gegen ein Wohnhaus und die evangelische Kirche geworfen worden.

Drei Polizisten verfolgten den den Täter und konnten ihn in der Grabenstraße stellen. Bei der Festnahme bewarf der Mann eine Beamtin mit einer nicht brennenden Schnapsflasche. Er führte auch einen Schlagstock mit sich. Dabei beschimpfte er die Polizei und rief fremdenfeindliche Parolen. Bei dem Tatverdächtigen handelt es sich um einen 42-jährigen Deutschen.

Nach einer ersten Schätzung dürfte sich der Sachschaden am Mehrfamilienhaus auf mindestens 500.000 Euro belaufen. Das Gebäude ist einsturzgefährdet und nicht mehr bewohnbar. Die Schäden an der Kirche wurden auf etwa 10.000 Euro geschätzt.