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Mobilität

Nahverkehr zum Niedrigpreis: 9-Euro-Ticket ab sofort auch im Landkreis Ludwigsburg auf dem Markt

Der Verkauf des 9-Euro-Tickets beginnt jetzt. Es kann ab sofort über die VVS-App erworben werden, wird aber auch in Bussen und in Kürze an den Ticketautomaten angeboten. Das teilt der Verkehrs- und Tarifverbund Stuttgart (VVS) mit.

Für Busse und Bahnen im Nah- und Regionalverkehr gibt es von Juni bis August das 9-Euro-Ticket. Archivfoto: Marijan Murat/dpa
Für Busse und Bahnen im Nah- und Regionalverkehr gibt es von Juni bis August das 9-Euro-Ticket. Archivfoto: Marijan Murat/dpa

Kreis Ludwigsburg. Das bundesweit im gesamten Nahverkehr gültige 9-Euro-Ticket gilt ab 1. Juni. Ab sofort kann es über die VVS-App gekauft werden. Etwas später, aber rechtzeitig vor dem 1. Juni, wird das Ticket innerhalb des VVS über Ticket-Automaten der SSB, der DB, Go-Ahead, SWEG Bahn Stuttgart und WEG verkauft. Auch in den Kundenzentren der größeren Verkehrsunternehmen ist das 9-Euro-Ticket erhältlich. Die regionalen Busunternehmen verkaufen das 9-Euro-Ticket direkt im Bus beim Fahrer. Mehrere Unternehmen wie die Ludwigsburger Verkehrslinien (LVL) haben das Ticket bereits freigeschaltet.

VVS: Das Interesse ist unglaublich groß

„Gemeinsam mit unseren Verkehrsunternehmen ist es gelungen, das 9-Euro-Ticket so frühzeitig anzubieten. Das Interesse ist unglaublich groß. Wir wollen das Ticket nicht nur online anbieten. Gerade Kunden, die erstmals seit längerem wieder mit Bahn oder Bus fahren wollen und nicht so internetaffin sind, sind uns sehr wichtig“, sagte VVS-Geschäftsführer Horst Stammler.

Das 9-Euro-Ticket wird als Monatsticket ausgegeben und wird im Juni, Juli und August angeboten. Es gilt jeweils vom Monatsersten bis zum Ende des jeweiligen Monats. Für neun Euro pro Monat können Nutzer damit nicht nur im gesamten Verbundgebiet des VVS, sondern im Nahverkehr in Baden-Württemberg oder in ganz Deutschland fahren. Dazu zählen Straßen- und Stadtbahnen, U- und S-Bahnen, Stadt- und Regionalbusse sowie Regionalzüge. Der Fernverkehr (ICE, IC, EC oder Flixtrain und Nachtzüge) kann mit dem 9-Euro-Ticket nicht genutzt werden.

Der Bund übernimmt die Kosten

Das Ticket gehört zum sogenannten Entlastungspaket des Bundes, mit dem die gestiegenen Energiekosten ein Stück weit kompensiert werden sollen.

Am bequemsten haben es VVS-Abonnenten. Wer sich en Fahrpreis monatlich vom Konto abbuchen lässt, zum Beispiel als Inhaber eines Scool-Abos oder Firmen-Abos, wird drei Monate lang automatisch nur mit neun Euro pro Monat belastet. Wer als Abonnent den gesamten Jahrespreis bereits im Voraus bezahlt hat, dem wird der Betrag automatisch erstattet. Alle, die ein Jahresticket oder Studiticket gekauft haben, bekommen eine Erstattung, die sie allerdings selbst beantragen müssen, so der VVS.

Der Bund wird das 9-Euro-Ticket finanzieren. Für die Verkehrsunternehmen ist es aber wichtig, dass die Ausgleichsleistungen rasch bei ihnen ankommen, damit sie liquide bleiben, erklärt der VVS in seiner Pressemitteilung. Die Fahrgeldeinnahmen gehen ab 1. Juni rapide zurück, auch wenn viele zusätzliche Kunden gewonnen werden. „Wir freuen uns, dass der Bund und das Land die prognostizierten Einnahmeausfälle durch das 9-Euro-Ticket frühzeitig im Juni ausgleichen wollen. Ansonsten hätten wir eine große Liquiditätslücke bei den Verkehrsunternehmen. Gerade die mittelständischen Busunternehmen sind auf die Fahrgeldeinnahmen angewiesen, damit sie ihre Fahrer bezahlen und die Busse betanken können“, betonte VVS-Geschäftsführer Thomas Hachenberger.

Der VVS ist gerade dabei, den Antrag auf Abschlagszahlungen gebündelt für alle Verkehrsunternehmen in der Region Stuttgart zu stellen.

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