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Bessere Bedingungen für Vereinssport
Neue Flutlichtanlage: Großbottwarer Fußballer sind begeistert

Bürgermeister Ralf Zimmermann (links) und der VfR-Vorsitzende Christoph Kübler: Auf Knopfdruck wurde es Licht Foto: Christiana Kunz
Bürgermeister Ralf Zimmermann (links) und der VfR-Vorsitzende Christoph Kübler: Auf Knopfdruck wurde es Licht Foto: Christiana Kunz
Der Rasenplatz des VfR Großbottwar wird nun mit LED-Technik ausgeleuchtet. Die Stadt Großbottwar lässt sich diese Verbesserung 100 000 Euro kosten.

Großbottwar. Stadtderbys haben immer eine gewisse Brisanz. Doch das Spiel des VfR Großbottwar gegen Stadtrivale Club L’Italiano war diesmal sogar historisch: Am Sonntagabend wurde auf dem Rasenplatz des VfR die neue LED-Flutlichtanlage eingeweiht. Sie ist ein Meilenstein für den Verein und verhilft den Fußballern zu mehr Trainingszeiten in der dunklen Jahreszeit.

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Bisher mussten die Fußballer des vor 40 Jahren gegründeten VfR auf eine Flutlichtanlage auf dem Hauptspielfeld verzichten, im Herbst war das Training dadurch schwierig. Der Ruf nach mehr Licht in der dunklen Jahreszeit wurde immer lauter. Am Sonntag war es so weit. Vor dem Derby gegen den Club L’Italiano wurde die neue Flutlichtanlage am Stockbrunnen eingeweiht.

Energieeffizient bei starker Ausleuchtung

Jahrzehntelang war der Bau einer Flutlichtanlage nicht umsetzbar gewesen, weil sie zu viel Energie verbraucht hätte. Die neuartige LED-Beleuchtung benötigt aber viel weniger Energie als herkömmliche Glühbirnen und ist damit effizient bei starker Ausleuchtung. Der VfR-Vorsitzende Christoph Kübler freute sich für seinen Verein. „Wir sind am Ende der Verlängerung“, sagte er im Hinblick darauf, dass seit 1982 über eine Beleuchtung des Hauptspielfelds verhandelt wurde. Von nun an lassen sich die Trainingszeiten ausdehnen und auch andere Sportarten profitieren von dem Mehr an Licht. „Wir haben immerhin 17 Jugendmannschaften, deren Training es zu koordinieren gilt“, so Kübler.

Eigenleistung der Sportler spart 20 000 Euro

Bereits vor mehreren Monaten stellte die Stadt die Flutlichtanlage am Kunstrasenplatz auf LED um. Danach ging der Verein auf die Stadt zu, um für den echten Rasen dieselbe Lösung zu fordern. Die Sportler zeigten jedoch selbst großen Einsatz. Sie baggerten und gruben, damit die Masten sicher stehen. Ganze 20000 Euro konnten so gespart werden. Die Gesamtkosten lagen damit noch bei 100000 Euro. Eine Fachfirma lieferte dann die sechs Masten mit ihren zwölf Strahlern und brachte deren Betonfundamente an. Von nun an sind auch Abendspiele wie das Stadtderby möglich.

Allerdings will der VfR nicht bei jeder Bedingung spielen und trainieren, obwohl es nun vom Licht her möglich wäre. Bei zu viel Nässe weichen die Kicker weiterhin auf den Kunstrasen aus.

Bürgermeister lobt Jugendarbeit des Vereins

Christoph Kübler dankte den rund 30 Helfern seines Vereins. Diese waren manchmal bei strömendem Regen auf dem Platz, um ihn vorzubereiten. Das beeindruckte auch Bürgermeister Ralf Zimmermann. Bei seiner kurzen Ansprache lobte er die Vereinsmitglieder, ohne die das Unterfangen nicht möglich gewesen wäre. „Die unglaublich starke Jugendarbeit des VfR wollte der Gemeinderat fördern“, umriss Zimmermann die Motivation für die Investition. „Im Hinblick auf die Energiekrise ist LED-Technik wichtig, damit wir das Licht nicht ausmachen müssen.“ Zum Abschluss drückten Zimmermann und Kübler gemeinsam einen eigens gebastelten Knopf. Danach ging auf dem Rasenplatz das Licht an und das Spiel konnte beginnen.