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Wanderung

Neue Wanderwege im Marbacher Stadtteil: So schnell kommt man von Rielingshausen nach Hawaii

Wandern liegt im Trend – nicht erst seit Corona. Doch während die Kernstadt Marbach bereits drei Rundwanderwege hat, schlummerte der Teilort Rielingshausen bisher unentdeckt vor sich hin. Das ändert sich jetzt mit zwei Touren.

Nun hat auch Rielingshausen zwei eigene Wanderwege: Jürgen Mielebacher vom Albverein, Bürgermeister Jan Trost und Ortsvorsteher Jens Knittel durchschneiden das rote Band.Foto: Ramona Theiss
Nun hat auch Rielingshausen zwei eigene Wanderwege: Jürgen Mielebacher vom Albverein, Bürgermeister Jan Trost und Ortsvorsteher Jens Knittel durchschneiden das rote Band.Foto: Ramona Theiss

Marbach. Die mit 8,1 Kilometern längere Route führt nördlich von Rielingshausen vom Sportplatz oder auch von der Gemeindehalle durch den Wald und über den Flugplatz nach „Hawaii“, wie die Rielingshäuser ihre beliebte Aussichtsplattform liebevoll nennen. „Mit dem Stein und der Rundsicht sieht das dort aus wie eine kleine Insel“, erklärt Jürgen Mielebacher vom Schwäbischen Albverein, der zusammen mit Roland Stickel und Ortsvorsteher Jens Knittel die Route konzipierte. Weiter geht es in Richtung des Weilers Lehrhof ins Sulzbachtal und zurück in den Ort zur Kelter und entlang der Bebauung über Feldwege wieder zum Ausgangspunkt.

Runde im Süden ist kürzer und bietet tolle Ausblicke

Die Runde im Süden ist mit sieben Kilometern kürzer. Hier parkt man am besten an der Gemeindehalle und geht dann hoch entlang der Obstanlagen zum Höhepunkt Kreuzweg, wo man einen schönen Blick über Rielingshausen habe, so Mielebacher. Weiter geht es zum Steinbruch und entlang des Randes zum Aussichtspunkt Mühlwingert. Der Weg führt weiter am Steinbruch entlang zurück in den Ort und über den Rathausplatz wieder an die Gemeindehalle. „Hier kann man den Ortskern erkunden und hat schöne Ausblicke auf Rielingshausen und das Murrtal“, betont Bürgermeister Jan Trost bei der offiziellen Einweihung der Wege an der Tafel am Rathausplatz.

Wichtig war der Stadt auch die entsprechende Beschilderung, und deshalb zeigen nicht nur die bekannten gelben Wegweiser die richtige Richtung an, sondern auch vier große Übersichtstafeln. Hier kann man sich nicht nur die Route genau anschauen, sondern sie bei Bedarf auch fotografieren, damit man unterwegs nicht verloren geht. „Eine durchgängige Beschilderung ist ein Qualitätsmerkmal“, findet Trost.

Vorlauf begann schon 2017

Wie lange die Realisierung eines solchen Projekts jedoch dauern kann, macht er bei einem kleinen Rückblick deutlich. Bereits 2017 gab es erste Überlegungen für die Wanderungen, 2019 erteilte die Stadt den Auftrag für die Kartierung und beantragte die forstrechtliche Genehmigung zur Kennzeichnung von Waldwegen 2020. Im Frühjahr 2021 lagen die Entwürfe für die Schilder vor, die Bürger konnten Stellung nehmen zu den gewünschten Standorten. Im September und Oktober 2021 montierte der Bauhof die Tafeln. Und nun weihte Jan Trost pünktlich zum Start der Wandersaison die Wegweiser auch ein.

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