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Freibadsaison

Neuer Boden, neue Umkleiden

Am Freitag nutzten 15 Personen das Angebot Frühschwimmen – mehr als den ganzen Tag über. Bis auf das Wetter präsentiert sich das Mineralfreibad Oberes Bottwartal im besten Zustand. Der Umkleide- und Sanitärbereich wurde neu saniert.

Die Zahl der Schließfächer in verschiedenen Größen, unter anderem für Fahrradhelme, wurde deutlich erhöht, die Zahl der Umkleiden reduziert.Fotos: Oliver Bürkle
Die Zahl der Schließfächer in verschiedenen Größen, unter anderem für Fahrradhelme, wurde deutlich erhöht, die Zahl der Umkleiden reduziert. Foto: Oliver Bürkle
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Oberstenfeld. Im vergangenen Jahr wurde das Freibad in einem Bewertungsportal im Internet als beliebtester Badetempel Deutschlands gekürt, was den Oberstenfelder Bürgermeister Markus Kleemann noch gestern beim Ausblick auf die neue Saison verzückt. „Ein größeres Lob kann man sich gar nicht wünschen.“ Und mit der Sanierung müsse es ja noch besser werden.

In den vergangenen Jahren wurden im Sanitär- und Umkleidebereich verstärkt Schäden festgestellt. Die Zuleitungen zu den Duschen waren defekt, es gab Probleme mit nicht funktionsfähigen Kabinen und Türen. Die Bodenfliesen waren teilweise aufgeplatzt und mussten immer wieder aufwendig saniert werden. Außerdem waren sie glatt, so dass die Rutschgefahr groß war. Auch waren die Spinde teilweise verrostet.

Im September vergab der Gemeindeverwaltungsverband Beilstein-Oberstenfeld die Sanierung. Die Sanitäranlagen und Leitungen wurden komplett erneuert, neue Fliesen verlegt. Diese präsentieren sich nun in grauer Betonoptik und sind aufgeraut, so dass die Ruschgefahr beseitigt ist. Eine neue Garderobenanlage wurde eingebaut. Insgesamt gibt es nun 450 Schränke, darunter Schließfächer in verschiedenen Größen: kleine für Wertsachen, mittelgroße für Fahrradhelme und die gewohnten großen. Neu angelegt wurde eine großzügige Familienumkleide mit Wickeltisch und Kleinkinddusche, der Behindertenbereich mit WC und Dusche wurde saniert. Insgesamt wurde die Zahl der Umkleiden auf 24 reduziert, was den Vorschriften entspricht. „Erfahrungsgemäß braucht man nicht so viele Umkleiden, es sei denn, es gewittert und alle stürmen gleichzeitig los“, sagt Betriebsleiterin Ute Kuttner. Die Sammelumkleide sei ohnehin beliebter als die Einzelkabinen. Aufgerüstet wurde dafür bei den Steckdosen, da viele ihren eigenen Föhn mitbringen. Die festinstallierten Föhns gibt es trotzdem. Elektro-, Trockenbau-, Gipser- und Malerarbeiten sind in den Kosten von 1,1 Millionen Euro ebenfalls enthalten. „Damit liegen wir im Kostenrahmen“, betonte Kleemann, der zudem froh ist, dass alles zum 1. Mai fertig wurde. „Einen Tag vorher sah es nicht danach aus.“

Zwar gehen die Zahlen beim Vorverkauf der Saisonkarten kontinuierlich zurück, dieses Jahr seien es aber nur 20 Karten weniger gewesen, nämlich 2813 bei den Erwachsenen. Das gute Wetter während des Vorverkaufs habe wahrscheinlich viele animiert, vermutet Kleemann. Dafür habe vergangenes Jahr die Zahl der Tageseintritte zugenommen. Bei schönem Wetter locken insgesamt 2600 Quadratmeter Wasserfläche und eine Liege- und Spielweise mit 25.000 Quadratmeter. Der Eröffnungstag am 1. Mai ließ sich gut an: 723 Badegäste nutzten die wärmeren Temperaturen. Gut angenommen werden auch bereits die Frühbadetage montags, mittwochs und freitags von sechs bis sieben Uhr. „Das kann ich sehr empfehlen, das ist sehr erfrischend, bevor man ins Büro geht“, sagt Kleemann. Und auch Freibadchefin Ute Kuttner berichtet von mindestens 15 Gästen bereits jetzt und 30 Stammkunden, wenn es wärmer wird.

In den Pfingstferien soll am 22. Juni die Pool-Party steigen, das 24-Stunden-Schwimmen der DLRG ist am 13. Juli. Nach dem großen Erfolg vergangenes Jahr findet zum zweiten Mal die Arschbombenmeisterschaft am 29. Juli statt. Am 6. August ist Kinderzeit mit Adelheid. Die Saunatage finden dieses Jahr wegen Personalproblemen nicht statt.

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