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Spielturm

Neuer Spielturm am Viadukt freigegeben

Ersatz für den Gartenschauturm wird begeistert angenommen – Gesamtkosten liegen bei 370000 Euro

Der Vorstandsvorsitzende von Dürr-Dental, Martin Dürrstein, Oberbürgermeister Jürgen Kessing, Regionalrat Rainer Gessler und Bauamtsleiter Claus-Dieter Jaisle (von links) geben den Spielturm frei.Foto: Alfred Drossel
Der Vorstandsvorsitzende von Dürr-Dental, Martin Dürrstein, Oberbürgermeister Jürgen Kessing, Regionalrat Rainer Gessler und Bauamtsleiter Claus-Dieter Jaisle (von links) geben den Spielturm frei.Foto: Alfred Drossel

Bietigheim-bissingen. Ein neuer touristischer Magnet, eine Attraktion für Kinder, sei am Viadukt entstanden, stellt Regionalrat Rainer Gessler (Markgröningen) bei der Freigabe des Spielturms an der Enz fest. Mit rund 100000 Euro hat sich der Verband der Region Stuttgart (VRS) an den Kosten von rund 370000 Euro beteiligt.

Mit der Freigabe des Turms wurde nach dem Platz an der Bissinger Enz nun schon der zweite hochwertige Spielplatz in der Stadt übergeben. Die Kinder durften schon vor der offiziellen Freigabe rutschen und klettern. Mit Begeisterung haben sie den neuen Turm angenommen.

Der neue Spielturm ersetzt den zur Landesgartenschau 1989 gebauten Holzturm mit seiner fast 20 Meter langen Rutsche, der nicht mehr instand zu halten war und deshalb im Januar 2021 abgebrochen wurde.

Der Gemeinderat stimmte einem schnellen Wiederaufbau im März 2021 zu, nachdem der Verband Region Stuttgart eine Förderung in Höhe von 100000 Euro zugesagt hatte. Inzwischen hat auch die Firma Dürr Dental ihr Firmenjubiläum dazu genutzt, der Stadt eine Spende für den neuen Spielturm zuzusagen. „Damit fiel der Baubeschluss für den 370000 Euro teuren Spielturm leichter aus“, sagte Oberbürgermeister Jürgen Kessing am Samstag vor geladenen Gästen.

Der neue Turm ist nicht komplett aus Holz, sondern hat ein Stahlkorsett. Dieses wurde von der Herstellerfirma Eibe aus Röttingen verkleidet und ausgestattet mit Robinien- und Nadelholzwänden und -Podesten. Er bietet viele Gelegenheiten zum Klettern, Beobachten, Perspektivenwechsel, zum Balance halten, Gewicht verlagern und vor allem natürlich zum Rutschen: Auf zwei Abfahrten, von zehn Meter Höhe und von sechs Meter Höhe, teils durch rasante Windungen hindurch, geht es nach unten. Hinauf führen keine bequemen Treppen, sondern Kletternetze, Leitern und andere Aufstiege.

Bewusst hat sich die Stadt dazu entschieden, keine breite Treppe nach oben herstellen zu lassen, um dem abendlichen Jugendtreff, der sich beim alten Turm auf der obersten Plattform zeitweise eingerichtet hatte, keine neuen Gelegenheiten zu verschaffen. Ergänzt wird der neue Spielturm von Schaukeln, Wippen, Sandspielflächen.

Der Verband Region Stuttgart hat das Vorhaben im Rahmen des Projekts Landschaftspark entlang der Flusstäler in der Region unterstützt. Damit soll die Natur besser erlebbar und attraktive Erholungsorte geschaffen werden. Das sei gut angelegtes Geld, betonte Rainer Gessler. Mit all den Förderprojekten sei die Infrastruktur in der Region stark aufgewertet worden. „Der Besuch des neuen Spielturms am Viadukt sei dabei ein Muss“, sagte Rainer Gessler. Das Band mit durchschnitten haben auch der Vorstandsvorsitzende von Dürr Dental, Martin Dürrstein und Bauamtsleiter Claus-Dieter Jaisle. Es war sein letztes großes Projekt in der Stadt, denn in wenigen Tagen geht er in den Ruhestand.

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