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Neues für die Nische am Neckar

Krone Alt-Hoheneck stellt ihr Programm vor – Vereinsgründung ist noch offen

Breite Palette: Sängerin Tanya Barany kommt ebenso wie die „Winterreise“ von Albrecht Imbescheid (rechts) und die Band „Folk Road Show“.Fotos:privat
Breite Palette: Sängerin Tanya Barany kommt ebenso wie die „Winterreise“ von Albrecht Imbescheid (rechts) und die Band „Folk Road Show“. Foto: privat
Breite Palette: Sängerin Tanya Barany kommt ebenso wie die „Winterreise“ von Albrecht Imbescheid (rechts) und die Band „Folk Road Show“.Fotos:privat
Breite Palette: Sängerin Tanya Barany kommt ebenso wie die „Winterreise“ von Albrecht Imbescheid (rechts) und die Band „Folk Road Show“. Foto: privat
Breite Palette: Sängerin Tanya Barany kommt ebenso wie die „Winterreise“ von Albrecht Imbescheid (rechts) und die Band „Folk Road Show“.Fotos:privat
Breite Palette: Sängerin Tanya Barany kommt ebenso wie die „Winterreise“ von Albrecht Imbescheid (rechts) und die Band „Folk Road Show“. Foto: privat
„Kultur ist kein Luxusgut, sondern gesellschaftlich relevant.“Pascal Fetzer Krone-Wirt
„Kultur ist kein Luxusgut, sondern gesellschaftlich relevant.“Pascal Fetzer Krone-Wirt

Ludwigsburg. Rund dreieinhalb Jahre ist es her, dass Pascal Fetzer, Wirt der Krone Alt-Ho-heneck, mit der Kulturreihe „Die Fetzerei“ seine Leidenschaft zu einem Teil seines Berufs gemacht hat. Das Programm lässt aufhorchen, doch nach wie vor ist in Sachen Resonanz noch Luft nach oben. „Wir sind noch in der Findungsphase“, erklärt Fetzer. Musik, die nicht der reinen Unterhaltung dient, sondern Atmosphäre schafft, inspiriert, das möchte er im Keller der Krone auch künftig präsentieren. „Es sind Genres, die auch für Sitzpublikum funktionieren.“ Jazz, Folk, Indie-Pop und manchmal auch mal etwas Abwegigeres ist daher am Neckarufer zu hören.

Für die kommenden Monate hat der etwas andere Restaurantchef mal wieder Bands und Künstler eingeladen, die ihm selbst einfach gefallen. Heute Abend spielen die ungewöhnlichen Jazz-Punk-Prog-Rocker Kuhn Fu, am 18. April kommen die fünf Lokalmatadore von „Café 612“ mit ihrer deutschen Liedermachermusik, die sie sich mit Geld aus dem kreisenden Hut bezahlen lassen. Mit sieben Leuten ganz schön die Bühne füllen dürften Ikarus am 24. April mit ihrem modernen Vocal-Jazz, eine der vielen Bands, die Fetzer bei seinen abendlichen Recherchen aufgetan hat. Balck Sea Dahu gastieren am 28. April mit ihrem grungigen Indie-Rock. Fetzigen Gesang, Bläser und richtig Party gibt es am 15. Mai mit der „Folk Road Show“. Einen Gag erlaubt sich Pascal Fetzer mit dem Konzert am 27. Juni: Schuberts Liederzyklus „Winterreise“ kommt – mitten im Sommer – in einer Akkordeon-Bearbeitung von Albrecht Imbescheid auf die Bühne. Interpreten sind der Sänger Frank Wörner, Akkordeonist Ulrich Schlumberger sowie ein Streichquartett aus Mitgliedern von Kammerorchester und Staatsorchester Stuttgart. Auch unter den weiteren Künstlern, die bis in den Herbst hinein gebucht sind, gibt es noch einige Höhepunkte: Krone-Liebling Svavar Knutúr, der „Troubadour aus Island“ ist am 29. September einmal mehr im Haus, am 17..Oktober präsentiert Sängerin Tanya Barany ihren atmosphärischen Dark Pop.

Seit die Ludwigsburger Stadtverwaltung kürzlich eher beiläufig signalisierte, dass die „Fetzerei“, als Verein eingetragen, öffentliche Fördergelder erhalten könnte, ringt Fetzer mit sich. „Ich frage mich generell, ob Kultur nicht aus sich heraus lebensfähig sein kann“, sagt er. „Das ist ja schließlich kein Luxusgut, sondern gesellschaftlich relevant.“ Will heißen: Wenn genug Musikfans in den Kronekeller kämen, bräuchte es künftig auch keine Förderung.

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