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Gesundheit

Norovirus im Krankenhaus

Station 1 B unter Quarantäne – Zwei Mitarbeiter und drei Patienten sind infiziert, zwölf zeigen Symptome

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Die Patienten einer Station des Krankenhauses dürfen diese derzeit nicht verlassen, Grund ist das Norovirus. Foto: Archivfoto: Alfred Drossel

Bietigheim-Bissingen. Nun hat es wieder das Bietigheimer Krankenhaus erwischt: Seit dem Wochenende grassiert dort das Norovirus, die Station 1 B ist deshalb unter Quarantäne gestellt worden. Bei drei Patienten – in dem Bereich der Inneren Medizin sind überwiegend ältere untergebracht – und zwei Pflegerinnen hätten die Laborergebnisse den Erreger bestätigt, der zu starkem Durchfall und Erbrechen mit hohem Flüssigkeitsverlust führt, aber normalerweise nicht als lebensgefährdend gilt. Zwölf weitere Patienten zeigten Symptome der akuten und hoch ansteckenden Magen-Darm-Erkrankung, so Pressesprecher Alexander Tsongas. Wie der Erreger eingeschleppt wurde, lässt sich nicht sagen.

Auch wenn sich die Zahlen drastisch anhören: Von der zuständigen Regionalen Kliniken-Holding (RKH) gibt es bereits Entwarnung – und die Aussicht, dass schon gegen Ende der Woche wieder alles wie gehabt sein könnte. „Im Winter ist das eine ganz normale Situation“, so Tsongas. Auch 2017 habe es Vergleichbares gegeben, ebenso wie in anderen Kliniken. Und: „Im Bietigheimer Krankenhaus gibt es keine Versorgungsengpässe.“ Denn Patienten, die neu hätten auf die Station kommen sollen, über die sofort ein Aufnahmestopp verhängt worden sei, wurden auf eine andere gebracht.

Zudem könne es schon jetzt der Fall sein, dass die ersten Betroffenen wieder symptomfrei seien, so Tsongas. Um andere Patienten aber zu schützen, seien alle 19 Patienten der Station 1 B voneinander isoliert worden, auch weil es 48 Stunden dauern kann, bis die Krankheit ausbricht – das betrifft auch die vier Menschen, die bis Montag keine Symptome gezeigt hätten. Klinikmitarbeiter, die nun zu den Patienten auf der 1 B gehen, müssen Schutzkleidung tragen, dazu Mund- und Nasenschutz, zudem kommt ein spezielles Desinfektionsmittel zum Einsatz.

Tsongas verweist in dem Zusammenhang auch auf entsprechende Hygiene generell. Wer ein Krankenhaus betrete oder verlasse, sollte zur Desinfektion der Hände die vorhandenen Spender nutzen.