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Verkehr

Nun ist die andere Richtung dran

Im Mai und Juni wird die A 81 in Richtung Süden auf vier Kilometern Länge vor dem Engelbergtunnel saniert. Die Spuren werden deshalb verengt und teils auf der Gegenfahrbahn geführt. Und das ist nicht die einzige Großmaßnahme, die ansteht.

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Nach der Sanierung der A 81 Fahrtrichtung Norden im Sommer wird nun von Feuerbach bis zum Engelbergtunnel erneuert. Archivfoto: Holm Wolschendorf

Ditzingen/Gerlingen. Von einer Baustelle zur nächsten – so könnte man die Situation auf der A 81 im südlichen Kreisgebiet beschreiben. Denn es ist noch gar nicht allzu lange her, dass es wegen der Fahrbahnsanierung zwischen dem Engelbergtunnel und der Anschlussstelle Zuffenhausen zu zahlreichen Staus gekommen ist. Oder wegen der Arbeiten an der Brücke über die B 295 bei der Anschlussstelle Feuerbach, weshalb die Verkehrsteilnehmer über eine spezielle Platte fahren mussten. Zwischendrin gab es kleinere Maßnahmen, etwa die Installation einer neuen Verkehrszeichenbrücke oder nächtliche Arbeiten im Tunnel.

Doch wer dachte, damit ist bis zu dessen fünf Jahre dauernden Sanierung ab 2019 erst mal Ruhe, hat sich getäuscht. Denn für viele überraschend kündigte das Regierungspräsidium gestern erstmals weitere Arbeiten an. Ab Freitagabend, 4. Mai, wird in Fahrtrichtung Leonberg (Süden) zwischen einem Punkt einen Kilometer vor der Anschlussstelle Feuerbach und dem Engelbergtunnel die Asphaltdeckschicht und die darunterliegende Binderschicht erneuert. Ebenfalls saniert werden die auf der Ditzinger Seite der A 81 liegenden Zufahrtsrampen der Anschlussstelle Feuerbach und der Asphalt im Parkplatz „Engelberg“. Kosten: insgesamt 3,7 Millionen Euro.

Anschlussstelle zeitweise gesperrt

Zwei der drei Spuren Richtung Süden werden währenddessen auf der Gegenfahrbahn geführt, die Verkehrsteilnehmer, die nach Norden wollen, müssen dafür ebenfalls enger zusammenrücken, zudem gilt ein Tempolimit von 80, beziehungsweise 60 Stundenkilometern. Erschwerend kommt hinzu, dass die Anschlussstelle Feuerbach, über die man nach Gerlingen und Ditzingen wie auch in Richtung Stuttgart gelangt, zeitweise gesperrt ist. Sobald die Richtung Süden führenden Fahrbahnen teilweise verlegt sind, wird die Einfahrt an der Anschlussstelle in Richtung Heilbronn bis Mitte Juni gesperrt, die Ausfahrt soll weiterhin möglich sein, so das zuständige Regierungspräsidium (RP). Aber auch die Ein- und Ausfahrt in Fahrtrichtung Leonberg trifft es, allerdings nur in der Nacht vom 7. auf den 8. Mai sowie in der zweiten Bauphase vom 21. Mai bis Mitte Juni.

Die Umleitung erfolgt jeweils über Weilimdorf und Münchingen bis zur Anschlussstelle Zuffenhausen – doch auch dort wird derzeit gebaut (wir berichteten). Denn um den ein- und ausfädelnden Verkehr zwischen der A 81 in Richtung Leonberg und der B 10 von und nach Stuttgart zu entflechten, wird seit Mitte April der Bau einer Brücke vorbereitet.

Die kommende Woche beginnenden Arbeiten auf der A 81 sind das Pendant zu denen im vergangenen Sommer, nur eben in die andere Fahrtrichtung. Die hatten die gesamten Ferien über gedauert, weshalb sich das RP entschieden hatte, den zweiten Teil nicht direkt anzuschließen, sondern erst in den nächstmöglichen längeren Ferien umzusetzen, um die Behinderungen so gering wie möglich zu halten. Deshalb wird auch aufs Tempo gedrückt und in verlängerten Schichten tagsüber sowie nachts und samstags gearbeitet.

Doch ganz abgeschlossen ist die Fahrbahnsanierung der A 81 Mitte Juni – die genauen Termine der Bauphasen will das RP nach und nach aktuell mitteilen – immer noch nicht. Denn es soll auch noch der Abschnitt bis zur Anschlussstelle Zuffenhausen saniert werden, und zwar in den kommenden Sommerferien. Die umliegenden Kommunen hatten in Gesprächen darum gebeten, die Arbeiten derart aufzuteilen, damit die Anschlussstelle Feuerbach nicht allzu lange gesperrt werden muss.

Denn welche Folgen selbst kleinere Störungen für den Verkehr auf und um die A 81 haben können, zeigt sich derzeit kurz vor dem Tunnel. Dort wird eine neue Verkehrszeichenbrücke errichtet. In Richtung Süden ist deshalb für wenige Meter auf zwei Spuren verengt – doch im morgendlichen Berufsverkehr verursacht das regelmäßig kilometerlangen Stop-and-go-Verkehr. Noch gravierender war die Situation, als am Montag ein Lastwagen verunglückte und die Autobahn stundenlang gesperrt war. Auch drumherum staute sich der Verkehr rasch, eine Stunde und länger hätten die Menschen gebraucht, um etwa von Münchingen nach Korntal über die B 10 zu kommen, heißt es im dortigen Rathaus.