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Olma und Erdmann ziehen Kandidatur zurück

Das Kandidatenfeld für die Bürgermeisterneuwahl am 5. April lichtet sich weiter. Nach Marc Fuchs haben jetzt auch Stephan Erdmann und Jürgen Olma ihren Rückzug erklärt. Dauerkandidat Ulrich Raisch will indes weitermachen.

Sie sind noch im Rennen (von links): Robin Reindl, Marcus Kohler und Ulrich Raisch. Fotos: Ramona Theiss/privat
Sie sind noch im Rennen (von links): Robin Reindl, Marcus Kohler und Ulrich Raisch. Foto: Ramona Theiss/privat

erdmannhausen. Wie bereits berichtet, unterstützt Marc Fuchs, der am Sonntag 202 Stimmen holte, jetzt Marcus Kohler. Er wünscht sich, dass seine Wähler ihre Stimmen nun dem Ludwigsburger Kandidaten geben. Auch der Fachinformatiker Erdmann, der 52 Stimmen holte, bevorzugt Kohler, wie er gegenüber unserer Zeitung sagt.„Er wirkt souveräner“, so Erdmanns Einschätzung. „Wie Kohler beispielsweise bei der Kandidatenvorstellung auf mich bei digitalen Fragen verwies, zeigt mir, dass er sich auch bewusst ist, dass er in solchen Themengebieten Wissen einholen muss. Eine Eigenschaft, die ich für sehr wichtig halte bei einer so komplexen Aufgabe wie dem Amt des Bürgermeisters“, ergänzt Erdmann.

Er werde in jedem Fall den weiteren Verlauf der Bürgermeisterwahl mit großem Interesse verfolgen und in den nächsten Wochen bei diversen Projekten zur Linderung der Coronapandemie mitwirken, teilt er mit.

Jürgen Olma zieht ebenfalls zurück und macht deutlich, dass er eine weitere Bürgermeisterkandidatur derzeit ausschließt und auch keine Wahlempfehlung abgibt. Olma, der als einziger der im ersten Wahlgang angetretenen Kandidaten schon Erfahrung als Bürgermeister hat, zeigt sich über sein Ergebnis von 46 Stimmen nicht verwundert. „Ich bin mir der Außenwahrnehmung meiner Person durchaus bewusst“, so Olma: Ein Verwaltungsfachmann mit Sinn für Realismus, der im Wahlkampf nicht mit einfachen Lösungen hausieren ging. Wenn es die für gewisse Probleme gegeben hätte, dann wären sie auch umgesetzt worden, so seine Meinung.

Nach derzeitigem Kenntnisstand findet die Neuwahl wie geplant am 5. April statt, das teilte Bürgermeisterin Birgit Hannemann auf Nachfrage unserer Zeitung mit.

„Es handelt sich um eine gesetzlich vorgeschriebene Veranstaltung“, so Hannemann. Eine reine Briefwahl, die angesichts der Coronapandemie ebenfalls im Gespräch war, kann es der Bürgermeisterin zufolge nicht werden. „Das Gesetz sieht vor, dass die Wähler persönlich kommen, eine Briefwahl soll die Ausnahme sein“, macht sie deutlich. Auch eine Verschiebung des Neuwahltermins sei derzeit kein Thema, berichtet Hannemann, die in Verbindung mit der Rechtsaufsichtsbehörde steht. Das Innenministerium entscheide aber letztlich über eine mögliche Verschiebung des Wahltermins bei Verschärfung der Lage.

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