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Krokodile

Panzerechsen kriechen im Stadtmuseum

Das Krokodil in all seinen Facetten wird in einer neuen Ausstellung im Stadtmuseum beleuchtet. Museumsleiterin Dr. Claudia Papp will damit an die erfolgreichen Tierausstellungen anknüpfen.

Museumsleiterin Dr. Claudia Papp mit dem Bürgerseekrokodil.
Museumsleiterin Dr. Claudia Papp mit dem Bürgerseekrokodil.
Ein präpariertes Riesenkrokodil. Fotos: Alfred Drossel
Ein präpariertes Riesenkrokodil. Foto: Alfred Drossel

Sachsenheim. Eine der außergewöhnlichsten Ausstellungen des Jahres ist unter dem Titel „Unter Krokodilen“ im Stadtmuseum im Kulturhaus zu sehen. Dort werden alle Facetten der Panzerechsen beleuchtet. Zu sehen ist auch das „Bürgerseekrokodil“, eine Attrappe, die im vergangenen Jahr Angst und Schrecken in Kirchheim/Teck verbreitet hatte.

Dem „Bürgerseekrokodil“ wird erneut Ehre zuteil. Denn eine der beiden täuschend echt aussehenden, damals von einem unbekannten Witzbold drapierten Krokodilkopf-Attrappen ist Teil der Wanderausstellung „Unter Krokodilen – in der Kunst und im Alltag“.

Das Exponat hat inzwischen seinen Schrecken verloren, doch seinerzeit hatte es rund um die Bürgerseen ganze Heerscharen von Suchtrupps auf Trab und Erholungssuchende und Angler in Atem gehalten.

Die Sachsenheimer Ausstellung wolle mehr zeigen, nämlich „das Krokodil in all seinen Facetten, von einem historischen Rückblick über literarische Verarbeitungen bis hin zu Darstellungen in allen Bereichen der europäischen und außereuropäischen Kunst“, betont Museumsleiterin Dr. Claudia Papp. Das Kirchheimer Krokodil ergänze die Ausstellung als ein Beispiel, wie das Thema Krokodil „auch in unseren Breitengraden noch gelegentlich den Alltag der Menschen bestimmt“, sagt Papp.

Die neue Schau im Stadtmuseum ist eine Wanderausstellung, die von der Wasseralfinger Museumsgalerie konzipiert und erfolgreich gezeigt wurde. Sie ist einem Tier gewidmet, das bei den Menschen unterschiedlichste Gefühle auslöst, von Abscheu und Furcht bis zu Respekt und Faszination.

Seit es Menschen gibt, ist deswegen wohl eine besondere Beziehung entstanden, was viele Objekte und Kunstwerke aus aller Welt in der spektakulären Schau belegen. Das Stadtmuseum präsentiert über 100 Exponate, darunter ein vier Meter langes Krokodil, einen „Krokodileinbaum“ mit über fünf Meter Länge, eine barocke Sandsteinskulptur, ein sechs Meter langes „Krokomobil“ der Bereitschaftspolizei, feinste Arbeiten von Ureinwohnern aus vielen Teilen der Welt. „Wer will, kann Aug’ in Aug’ einem „Menschenfresser“ gegenüberstehen und darf ihn sogar streicheln“, sagt Claudia Papp. Coronabedingt fällt eine offizielle Eröffnungsfeier für die Ausstellung allerdings aus. Das Sachsenheimer Stadtmuseum zeigt jedoch am 31. Mai um 11 Uhr ein Einführungsvideo auf Facebook.

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