Logo

Radweg: Baustart ist nächstes Jahr angepeilt

Am Königsträßle zwischen Freudental und Löchgau soll der Radweg auf Waldseite gebaut werden. Archivfoto: Alfred Drossel
Am Königsträßle zwischen Freudental und Löchgau soll der Radweg auf Waldseite gebaut werden. Foto: Alfred Drossel

Löchgau/Freudental. Seit Jahren beschäftigen sich die betroffenen Kommunen und Behörden mit der Verlängerung des Radwegs entlang des Königsträßles von Freudental in Richtung Bietigheim. Alle Verhandlungen sind bisher gescheitert. Doch nun gibt es Grund zur Hoffnung.

Wie das Ludwigsburger Landratsamt mitteilt, könnte der Radweg bereits im kommenden Jahr gebaut werden – vorausgesetzt die dafür nötigen Verhandlungen zum Grunderwerb führen zum Erfolg. Konkret geht es um den Abschnitt vom Löchgauer Segelfluggelände bis zur Landesstraße 1107. „Die geplante Trasse führt entlang des Königsträßles zwischen Straße und Wald bis zur Landesstraße 1141. Von dort wird der Radweg überwiegend auf bestehenden Feldwegen bis zur Landesstraße 1107, der Bietigheimer Straße, geführt“, teilt Pressesprecher Frank Wittmer mit. Die Abstimmungen mit dem Fachbereich „Wald“ beim Landratsamt hätten bereits stattgefunden, allerdings würden auch noch einige private Grundstücke benötigt.

Besonders groß ist das Interesse der Freudentaler am Ausbau. Profitieren davon soll insbesondere der Alltagsverkehr – also Pendler und Schüler, die das Schulzentrum und die S-Bahn in Bietigheim auf kurzer Strecke erreichen wollen. Deshalb hatten sich die Freudentaler auch bereiterklärt, die nötigen Ausgleichsflächen für den Eingriff in die Natur auf ihrer Gemarkung bereitzustellen. Obwohl der Radweg insbesondere auf Löchgauer Gebiet verläuft.

Für den Radwegebau müssen Bäume gefällt und an anderer Stelle neu gepflanzt werden. Mit dem Förster habe man sich mehrere mögliche Ausgleichsflächen angeschaut, informierte Freudentals Bürgermeister Alexander Fleig im Gemeinderat. Als sehr gut geeignet habe sich ein Areal im Bereich des Tiefbrunnens I direkt am Waldrand herausgestellt. Auch der Jagdpächter und der Landwirt, der die dortige Wiese pflegt, seien einverstanden.

Aufforstung jetzt schon nötig

Man solle die Aufforstung bereits jetzt angehen, da sie eine wichtige Voraussetzung für die Planung und Genehmigung des neuen Radwegs sei und auch Zeit benötige, sagte Fleig. Gepflanzt werden 930 Bäume, davon 800 Eichen. Umzäunt wird der Bereich von 100 Sträuchern. Der Ausgleich erfolge übrigens nicht 1:1 – für einen gefällten Baum müssten zwei neue nachgepflanzt werden. Die Kosten für die Gemeinde belaufen sich auf 4500 Euro – „einen Betrag, den wir sehr gut tragen können, wenn der Radweg dann tatsächlich kommt“. Da das aber noch nicht endgültig entschieden ist, wollen sich die Freudentaler zusichern lassen, dass sie die aufgeforstete Fläche gegebenenfalls auch für einen anderen Eingriff in die Natur anrechnen können.

Die Gemeinderäte waren einverstanden, auch wenn Norbert Schmatelka (Bürgergruppe) lieber eine andere Fläche aufgeforstet gesehen hätte: Dort, wo bisher intensiv Landwirtschaft betrieben und beispielsweise Mais angebaut werde. Grundsätzlich sei es aber sehr schön, wenn der Wald wachse. Lob gab es von den Gemeinderäten auch für einen geplanten Aktionstag mit der Schule im Zusammenhang mit der Aufforstung.

Autor: