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Kranführer-Kollaps

Rettung aus über 50 Metern Höhe

Kranführer auf einer Baustelle in Gerlingen verliert kurzzeitig das Bewusstsein – Spezialkräfte seilen den Mann ab, der in einem Krankenhaus versorgt wird

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Gerlingen. Ein Kranführer hat am Montagmorgen in seinem Führerhaus auf einer Baustelle in Gerlingen in mehr als 50 Metern Höhe offenbar einen Kollaps erlitten. Nach Angaben der Feuerwehr war der Mann kurzzeitig bewusstlos. Für die Einsatzkräfte gestaltete sich die Rettungsaktion schwierig: Ein Teleskopmastfahrzeug der Werksfeuerwehr des Automobilzulieferers Bosch verfügte nur über eine Reichweite von etwa 40 Metern, was nicht ausreichte, um zu dem Kranführer zu gelangen.

Kollegen der Stuttgarter Berufsfeuerwehr mussten schließlich an dem Kran an der Eltinger Straße aufsteigen und den Mann abseilen. Vorher hatten Mitglieder der Gerlinger Absturzsicherungsgruppe den Bauarbeiter betreut. Er wurde nach dem Vorfall zur ärztlichen Versorgung in ein Krankenhaus gebracht.

Um kurz vor halb neun hatten seine Kollegen auf der Gerlinger Baustelle wohl bemerkt, dass etwas nicht mit ihm stimmte – sie alarmierten die Feuerwehr. Die Leitstelle in Ludwigsburg setzte daraufhin mehr als 30 Rettungskräfte in Gang, darunter die Höhenrettung der Stuttgarter Berufsfeuerwehr, weil es solche Spezialkräfte in Ludwigsburg nicht gibt, dazu die Bosch-Einsatzkräfte und Kollegen aus Gerlingen. Sie waren rund zwei Stunden im Einsatz, um den Kranführer zu retten. Der zweite stellvertretende Gerlinger Kommandant Dennis Blos sagte unserer Zeitung nach der erfolgreichen Aktion: „So ein Einsatz ist nicht alltäglich.“ (phs)