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Schneller am Einsatzort durch das Homeoffice

Es brennt heftig: Löscheinsatz der Feuerwehr.Archivfoto: Drossel
Es brennt heftig: Löscheinsatz der Feuerwehr. Foto: Drossel

Vaihingen. Im vergangenen Jahr gab es für die Gesamtwehr Vaihingen 240 Einsätze, davon allein 50 Einsätze im Februar, als das Sturmtief „Sabine“ die Wehrleute zwei Tage lang in Atem hielt. Traditionell findet die Hauptversammlung der 300 Kräfte großen Wehr am Vorabend des Dreikönigstages statt. Doch Corona machte diese unmöglich. Jetzt soll sie am 12. Juni stattfinden.

Corona sei auch schuld daran, dass es in der Feuerwehr einen Ausbildungsstau und damit keinen Nachwuchs gebe, stellt Stadtkommandant Thomas Korz fest, der bei der Hauptversammlung für eine dritte Amtszeit hätte gewählt werden sollen. Corona verursache „einen tiefen Einschnitt“ in den Feuerwehralltag, betont Korz, denn Abteilungsversammlungen, Übungen und Ausbildungen lägen auf Eis. „Die Einsatzbereitschaft ist aber dennoch in vollem Umfang gewährleistet“, sagt Korz. Durch das Homeoffice vieler Feuerwehrangehörigen habe sich sogar die Tagesverfügbarkeit der ehrenamtlichen Einsatzkräfte verbessert.

Viele Einsätze am 9. März

Seit Juni rückten die Feuerwehrleute nur mit Mund-Nasen-Schutzmasken aus. Dokumentiert werde, wer mit wem im Einsatzfahrzeug sitze. Die Fahrzeuge würden auch nicht komplett besetzt, weitere Kräfte rückten zum Einsatz dann mit dem Mannschaftstransportwagen aus. Den 9. März bezeichnet Thomas Korz als einen „besonderen Tag“. Da habe es so viele Einsätze wie sonst nie gegeben. Das sei fast so wie bei einer Berufsfeuerwehr gewesen. Am 11. Oktober habe ein Wohnungsbrand in Horrheim ein Menschenleben gefordert.

Bei der Fortschreibung des Feuerwehrbedarfsplans stehe die Vaihinger Wehr gut da, stellt Korz fest. Die Eintreffzeiten nach dem Alarmeingang von zehn Minuten könnten dank der Abteilungen in jedem Stadtteil überall eingehalten werden.

Verbesserungsbedarf bestehe jedoch bei der Ausstattung der Feuerwehrhäuser. Für Roßwag, in dem das schlechteste Gerätehaus im Vaihinger Stadtgebiet stehe, scheine sich eine Lösung abzuzeichnen. An der Manfred-Behr-Straße könnte ein Neubau entstehen, wenn der Gemeinderat mitziehe.

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