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Ausbildung

Schule auf dem Weg in digitale Welt

Nur zehn Einrichtungen in ganz Deutschland: Telekom-Stiftung fördert Berufliches Zentrum mit 20.000 Euro

Lehrer arbeiten am Beruflichen Schulzentrum an digitalen Lösungen: Andreas Krölle, Schulleiter Stefan Ranzinger, Murat Tigli, Projektkoordinator Ralph-Peter Dröge, Andre Ortega und Joachim Grund (von links).Foto: Alfred Drossel
Lehrer arbeiten am Beruflichen Schulzentrum an digitalen Lösungen: Andreas Krölle, Schulleiter Stefan Ranzinger, Murat Tigli, Projektkoordinator Ralph-Peter Dröge, Andre Ortega und Joachim Grund (von links). Foto: Alfred Drossel

Bietigheim-Bissingen. Berufliche Schulen müssen jungen Menschen Wissen in der digitalisierten Welt vermitteln. Wie kann ihnen das möglichst gut gelingen? An zehn berufsbildenden Schulen in Deutschland, darunter das Berufliche Schulzentrum als einzige Schule in Baden-Württemberg, sollen mit Unterstützung der Telekom-Stiftung klären, welche berufsübergreifenden und berufsspezifischen digitalen Kompetenzen Berufsschüler erlernen müssen, um digitale Medien gewinnbringend in ihren Unterricht und Alltag einbinden zu können.

Die für das Projekt ausgewählten beruflichen Schulen haben digitales Lehren, Lernen und Arbeiten bereits erfolgreich eingeführt. Wie und unter welchen Bedingungen sie dies geschafft haben und täglich umsetzen, soll bei dem Vorhaben detailliert herausgearbeitet werden. Besonderes Augenmerk liegt dabei auf Aspekten, die allgemeiner sind und von anderen Schulen für die eigene digitale Schulentwicklung übernommen werden können. „Wie kommen wir von der analogen in die digitale Welt“, formuliert Schulleiter Stefan Ranzinger als Ziel dieses Projektes, von dem gestern die ersten Ergebnisse vorgestellt wurden.

Vergangenes Jahr fanden vier Werkstatttreffen aller Beteiligten statt. „Es gab einen regen Gedankenaustausch“, berichtet Projektkoordinator und Leiter der Lernfabrik am Beruflichen Schulzentrum, Ralph-Peter Dröge. Für ihr Engagement erhielt jede Schule von der Telekom-Stiftung 20.000 Euro. Es gebe Möglichkeiten zum Austausch mit Experten sowie eine Begleitung über den eineinhalbjährigen Projektzeitraum. Die Ergebnisse würden anderen Schulen zur Verfügung gestellt, betont Ranzinger. Wissenschaftlich begleitet wird das Vorhaben vom Institut für Informationsmanagement an der Universität Bremen.

Die ersten Ergebnisse hat die Schule gestern vorgestellt. Das Team um Murat Tigli hat einen schulischen Onlineshop entwickelt, der im kaufmännischen Bereich der Schule bereits in den Unterricht eingeflossen ist. Das habe es bisher noch nicht gegeben, nicht einmal auf dem Lehrplan, weiß Schulleiter Stefan Ranzinger. Joachim Grund hat mit seinem Team, für das Berufsfeld des Mechatronikers, ein Programm für Funktionen, beispielsweise an Fahrzeugen entwickelt. Jeder Schüler kann auf dieser Plattform eigenständig arbeiten.

Andreas Kröll hat zusammen mit Kollegen und Schülern das Programm „Microsoft Team“ für schulische Anforderungen von Lehrer und Schüler weiterentwickelt. Entstanden ist eine Lernplattform, die an der Schule eingesetzt wird.

Andre Ortega hat spezielle Apps für die Bietigheimer Schule programmiert. Sie können von Lehrern in der Notengebung und von Schüler in der Klassenverwaltung genutzt werden. Alle vorgestellten Projekte wurden außerhalb des Unterrichts durchgeführt.

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