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Technik

Sicherheitscheck im Grotztunnel

Einrichtungen werden überprüft – Sperrung ist voraussichtlich heute Nachmittag gegen 16 Uhr beendet

Volker Abendschein (links) und Klaus Holbein von Siemens überprüfen die elektrischen Anlagen. Fotos: Alfred Drossel
Volker Abendschein (links) und Klaus Holbein von Siemens überprüfen die elektrischen Anlagen. Foto: Alfred Drossel
Auch die Regenabläufe müssen gereinigt werden.
Auch die Regenabläufe müssen gereinigt werden.

Bietigheim-Bissingen. Der erste Tag gehört den Technikern. Sie simulieren in der Überwachungszentrale verschiedene Gefahrensituationen und überprüfen dann, ob die dafür zuständige Technik auch funktioniert. In einem unscheinbaren Gebäude in der Gottlob-Grotz-Straße in Bissingen laufen alle Leitungen zusammen. Von hier aus kann der gesamte Tunnel per Video überwacht werden. Hier werden die zehn großen Ventilatoren gesteuert, hier wird die Luft im Tunnel überprüft – ob der Kohlendioxidgehalt zu hoch ist oder gar ein Fahrzeug brennt. Dann muss alles ganz automatisch ablaufen: Die Entlüftung springt an und die Eingänge zum Tunnel werden gesperrt. Es kommt es darauf an, dass die Notbeleuchtung funktioniert, schließlich müssen Autofahrer, die sich im Grotztunnel befinden könnten, nach draußen geleitet werden.

Die Technik muss daher regelmäßig überprüft werden. Und dafür ist Volker Abendschein zuständig. Er arbeitet für die Firma Siemens, die nicht nur den Tunnel im Jahr 1999 mit der notwendigen Technik ausstattete. Seitdem ist sie auch für die Wartung der Anlage zuständig. Allein für den Check am Freitag und Samstag sind zehn Techniker notwendig.

Sie überprüfen nicht nur die Technik in der Schaltzentrale, sondern auch jede einzelne Lampe, die im Notfall den Weg aus dem Tunnel weisen könnte. Sie überprüfen auch die Beleuchtung und die elektronischen Schilder zur Geschwindigkeitsbegrenzung.

Und sie kontrollieren den Blitzer, der gar nicht blitzt. Dabei handelt es sich um einen sogenannten Schwarz-Blitz. Er kommt ohne Licht aus, wenn er die Raser ablichtet. Das Gerät wurde 2009 installiert und schon nach wenigen Monaten war der Anschaffungswert bereits erwirtschaftet. Löst im Tunnel eine technische Störung einen Alarm aus, wird dieser in der Siemens-Leitstelle in München und beim Bauamt der Stadt angezeigt. Dann entscheidet sich, was getan werden muss. Im Brandfall wird automatisch die Feuerwehr alarmiert, bei einer technischen Störung kann unter Umständen auch der Bauhof aushelfen.

Sind die technischen Anlagen überprüft, wird es dreckig. Dann rückt der Reinigungstrupp an. Die Überläufe müssen gereinigt und überprüft werden. Die Fahrspuren werden vom Winterdreck befreit und auch die Wände bekommen eine Dusche. Gegen 16 Uhr soll heute die Aktion Saubermann abgeschlossen sein. Doch schon in einem halben Jahr rücken die Techniker wieder an.

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