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Silvesterlauf in Bietigheim: Veranstaltung findet unter 2G statt

So viel Andrang wie 2019 wird es in diesem Jahr bestimmt nicht geben. Archivfoto: Ramona Theiss
So viel Andrang wie 2019 wird es in diesem Jahr bestimmt nicht geben. Archivfoto: Ramona Theiss

Bietigheim-Bissingen. Für die Sportlichen gehört der Bietigheimer Silvesterlauf einfach zum Jahresabschluss. In der Regel gehen über 3000 Läuferinnen und Läufer auf die rund elf Kilometer lange Strecke. Im vergangenen Jahr wurde nur noch virtuell gelaufen. „Über eine App konnten die Teilnehmer mitmachen – das waren immerhin über 2000 Läufer. Doch in diesem Jahr wollen wir wieder real auf die Piste gehen“, sagt Sprecher Dieter Matzat.

Das bedeutet, es wird wieder gerannt. Allerdings können die Läufer und die Zuschauer im Start- und Zielbereich bei der Halle am Viadukt nur unter 2G-Bedingungen teilnehmen. Das bedeutet, sie müssen geimpft oder nach einer Infektion genesen sein. Menschen, die nur einen Test vorweisen können, sind nicht zugelassen. „Die sonst üblichen 3G-Bedingungen bieten uns zu wenig Sicherheit. Wir können nicht planen bei den aktuell steigenden Infektionszahlen. Daher haben wir uns so entschieden“, sagt Matzat.

Außerdem wollen die Organisatoren nicht länger auf ihre Geburtstagsfeier verzichten. Denn bereits im vergangenen Jahr sollte das 40. Jubiläum des Bietigheimer Silvesterlaufs gefeiert werden. Doch Corona machte einen Strich durch die Rechnung. Jetzt soll das Fest nachgeholt werden, wenn auch in deutlich kleinerem Rahmen. Die Veranstalter sind sich bewusst, dass sie mit ihrem Coronakonzept viele Läufer und auch Besucher ausschließen.

Nicht zuletzt die Diskussion um den Fußballer Joshua Kimmich habe gezeigt, dass auch unter den Sportlern noch einige ohne die notwendige Impfung seien. Dies könne auch auf die Läufer übertragen werden. „Mit der 2G-Regelung sehen wir uns allerdings auf sicherem Boden. Zumindest nach dem aktuellen Stand. Was die Zukunft bringt, wissen wir nicht“ so Dieter Matzat weiter.

Die Organisatoren machen strenge Vorgaben. So wird der Bereich rund um die Halle am Viadukt komplett eingezäunt. Es wird sogenannte Check-ins geben. Hier werden die Zuschauer von Security-Kräften überprüft. Auch die Läufer müssen kontrolliert werden, sonst können sie nicht starten. Und natürlich auch die helfenden Hände. „Die Helfer, vor allem im Start- und Zielbereich und auf der Strecke, arbeiten ebenfalls unter 2G-Bedingungen. Da müssen wir schon konsequent bleiben“, sagt Dieter Matzat.

Wie viel Unterstützung man braucht, sei noch ungewiss. Schließlich werden die Startnummern verschickt und nicht mehr vor dem Start ausgegeben sowie die Sporttaschen von den Läufern selbst verstaut. Auf diese Weise werden weniger Helfer benötigt und die Kontakte auf ein Minimum reduziert. Es gibt in diesem Jahr auch keine Laufmesse.

Mit all diesen Maßnahmen will man die Veranstaltung möglichst sicher machen und die Chancen wahren, doch noch den Startschuss am kommenden 31. Dezember abgeben zu können. Bisher scheint der Plan aufzugehen. Schon nach wenigen Tagen haben sich über 270 Läufer angemeldet. Zwar würden noch die großen Namen fehlen, doch das könne noch werden, so Matzat. Und so kann der 40. Geburtstag dann noch nachgefeiert werden.