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Stimmung

Sogar ein König läuft durchs Ziel

Wie das Laufevent in allen beteiligten Kommunen lautstark gefeiert wird.

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Dass der Marathon durch eine reizvolle Gegend führt, begeistert viele Läufer.Fotos: Holm Wolschendorf
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Schlachtenbummler an der Strecke.
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Locker und lustig drauf.

BOTTWARTAL. So viel Andrang erlebt der Steppi am Kreisel in Steinheim selten. Am Sonntagmittag drängelten sich die Zuschauer am Zielbereich, um die Läufer auf den letzten Metern noch einmal anzufeuern und zu bejubeln. Der rote Teppich war ausgerollt, als am späten Sonntagvormittag zunächst die Läufer des Zehn-Kilometer-Laufes erwartet wurden. Jubel begleitete sie zum Ziel, wo einige Mädchen und junge Frauen in Cheerleader-Manier tanzten. Jeder Läuferin überreichten die Streckenposten eine Rose, für Frauen wie Männer gab es eine Medaille. Viel begehrter waren zunächst Getränke und eine kleine Pause zum Durchschnaufen.

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Bottwartal Marathon 2018

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Gegen 12 Uhr drehte Moderator Achim Seiter nochmals zusätzlich auf, als das Streckenführungsfahrzeug den ersten Marathonläufer ankündigte. „Ich will Jubel hören“, schrie er. Dann lief auch schon Kai Uwe Müller als Sieger des Marathons über die Ziellinie. Ganz in Rot gekleidet, personifizierte er den Spruch „schnell wie Feuerwehr“. Der Moderator wollte wissen, ob er bei diesem Tempo überhaupt nach rechts und links geschaut habe. Nein, das sei ihm egal gewesen, so Müller, der seinen Traum vom Marathon-Sieg verwirklicht hatte. Die gigantische Stimmung in den Ortschaften hatte er aber trotzdem registriert und lobte die „super Veranstaltung.“ Diesmal, so hieß es vom Veranstalter, gebe es keinen Prominenten unter den Teilnehmern. Doch dann konnte Achim Seiter begeistert „König Christoph“ ankündigen, der gekleidet in rotem Königsgewand und Krone als Teilnehmer des Nordic Walking über die Ziellinie lief. Am Getränkestand gewährte die königliche Hoheit alias Christoph Dehlinger unserer Zeitung eine kurze Audienz. „Ich mache das, damit die Leute an der Strecke auch Spaß haben. Sie jubeln den Läufern so schön zu, da möchte ich etwas zurückgeben“, sagte Dehlinger, der Gruppenleiter in den Theo-Lorch-Werkstätten am Standort Großbottwar ist und auch andere Läufer zur Kostümierung animieren möchte. Dass sein Outfit nicht die ideale Laufkleidung ist, kommentierte er mit einem Achselzucken: „Man schwitzt nur einmal.“

Nicht nur beim Steppi-Kreisel jubelten die Zuschauer den Läufern zu. „Auch Richtung Ortsmitte und in Kleinbottwar ist tolle Stimmung“, freute sich Bürgermeister Thomas Winterhalter und stellte stolz fest: „Auf Steinheimer Markung ist halt immer was los.“

Doch auch in den anderen Kommunen wurde das Laufevent lautstark gefeiert. So sorgten etwa in Murr die Gässlesfetzer für mitreißende Stimmung, in Oberstenfeld der Spielmannszug Ilsfeld und die Trommelgruppe Danuwa. Hochburgen des lautstarken Anfeuerns sind aber seit Jahren Großbottwar, das im Vorjahr zum dritten Mal in Folge den Stimmungswettbewerb der Marathon-Gemeinden gewonnen hat, und das zweiplatzierte Gronau. Dass Straßen mit jubelnden Zuschauern ruhige Abschnitte folgten, gefiel Andreas Schäfer, der mit drei Kameraden von der Freiwilligen Feuerwehr Bad Liebenzell beim Zehn-Kilometer-Lauf antrat. „Es ist schön, angefeuert zu werden, aber es ist auch schön, zwischendurch r Ruhe zu haben“, gestand er. Das befand auch Carmelo Gibella vom Team Polizei Ludwigsburg, der „das geniale Landschaftsbild“ lobte. Überhaupt sei es ein rundum gelungener Lauf, bei dem einfach alles passte – von der Organisation bis zum Wetter.