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Sportboden als Stolperfalle

Belag in der Hardtwaldhalle weist deutliche Gebrauchsspuren auf – Kosten für neuen Boden: 240000 Euro

Die Abdeckungen hat der Verein mit Tapeband festgeklebt.Foto: Patricia Rapp
Die Abdeckungen hat der Verein mit Tapeband festgeklebt. Foto: Patricia Rapp

Marbach. Selbst der Laie erkennt das mit einem Blick: Der Hallenboden in der Hardtwaldhalle in Rielingshausen ist erneuerungsbedürftig. Die weißen und schwarzen Schlieren sind dabei gar nicht das Problem, die mit Tape abgeklebten Abdeckungen aber schon. Sie können als Stolperfallen gefährlich werden, wie einer der Vorsitzenden, Klaus Weber, bei der Besichtigung mit dem Technikausschuss des Gemeinderats betont.

Mit dem Bau der Hardtwaldhalle wurde 1989 begonnen, 1990 wurde sie in Betrieb genommen, sie gehört dem Rielingshäuser Turnerbund. Da damals der Tennishype rund um Boris Becker auf seinem Höhepunkt war, wie Klaus Weber sagt, wurde auch ein Tennisfeld auf dem Belag aufgezeichnet, bei Bedarf ließen sich Netze spannen, deshalb auch die Hülsen im Boden. Der Verein hoffte auch auf Geldeinnahmen durch die Vermietung der Plätze. Hauptsächlich wurde aber Handball gespielt. 2005 wurde der Hallenboden gerichtet, seitdem passierte nichts mehr, auch weil zunächst die Gemeindehalle saniert wurde.

Durch den offensichtlich mitgenommenen Untergrund – dieser besteht aus Styropor und Sperrholz und eben dem Belag – entstehen bei stärkerer Belastung Dellen. Rund um die Abdeckungen löst sich der Boden, der Verein klebt sie mit Tape immer wieder fest.

Der Boden ist an vielen Stellen nicht mehr verleimt, deshalb kann man auch nicht einzelne Teile wieder ersetzen. Die Kosten für einen mobilen Boden wurden bereits ermittelt, liegen aber mit 80 bis 90000 Euro relativ hoch im Vergleich zu einem neuen Boden, der auf rund 240000 Euro Kosten geschätzt wird. Bei einer Kompletterneuerung werden Untergrund und Belag neu gemacht. Die Lebensdauer läge dann wieder bei rund 25 Jahren. Weitere Schäden gäbe es in der Halle nicht, 2014 wurden Dach, Umkleiden saniert, im Brandschutz aufgerüstet.

„Die Halle ist im Sportstättenkonzept enthalten“, betonte CDU-Rat Jochen Biesinger, selbst ein Rielingshäuser. Bei der Diskussion um die Sanierung der Gemeindehalle vor einigen Jahren sei auch immer wieder auf die Hardtwaldhalle verwiesen worden.

Die Halle wird vor allem von den Handballern genutzt. Die Marbacher Spieler der Handballspielgemeinschaft Marbach-Rielingshausen kommen zum Training mit dem Bus. Die Turnabteilung des Turnerbundes nutzt die Gemeindehalle, aber es besteht der Wunsch, eine Vorrichtung für ein Reck zu installieren und Pfosten für ein Volleyballnetz. Auch für Wettkämpfe und größere Feste soll die Halle weiter genutzt werden.

Der Turnerbund Rielingshausen muss 60000 Euro der Kosten selbst tragen, bei 108000 Euro läge der Zuschuss der Stadt, die restlichen Kosten würden mit einem Zuschuss des Württembergischen Landessportbundes finanziert.

Der Gemeinderat muss entscheiden, ob das Geld kommendes Jahr bereitgestellt wird.

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