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Nahverkehr

Stadtbahn im Landkreis: 15-Minuten-Takt denkbar

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Ludwigsburg. Die Stadtbahnpläne für den Kreis Ludwigsburg nehmen neuen Schwung auf. Gutachter der Bahntochter DB Netz haben jetzt ermittelt, dass auf der künftigen Strecke zwischen Markgröningen, Möglingen, Ludwigsburg und der Wüstenrotzentrale in Kornwestheim ein 15-Minuten-Takt denkbar ist. Dieses Ergebnis ist den Projektpartnern nach Informationen unserer Zeitung bei einem Treffen im Landratsamt in Ludwigsburg in dieser Woche mitgeteilt worden.

Dafür müssten allerdings Investitionen in die Infrastruktur getätigt werden. Derzeit verläuft zwischen Markgröningen und Möglingen nur ein zugewuchertes Gleis. Hier müsste ein zweiter Strang her. Das gilt auch für die Bahnhöfe in den beiden Kommunen. Von Vorteil wäre darüber hinaus ein Abstellgleis im neu zu schaffenden Bahnhof Waldäcker in Ludwigsburg, um Konflikte mit Güterzügen zu vermeiden, die das Handelsunternehmen Lotter ansteuern. Die Fahrtzeit zwischen Markgröningen und Ludwigsburg prognostizieren die Experten mit 13,5 Minuten.

Nach jetzigem Stand der Planung soll auf dieser Strecke bis 2025 zunächst ein Vorläuferbetrieb mit einem Zweisystemfahrzeug eingerichtet werden, an den sich ab 2030 die Stadtbahn mit niedrigen Einstiegen anschließt und bis Pattonville geführt wird.

Neue Erkenntnisse gibt es auch über eine Anbindung des Schwieberdinger Gewerbegebiets, in dem der Automobilzulieferer Bosch sitzt. Drei von sechs Varianten haben es offenbar in die engere Auswahl geschafft. Sie führen über Möglingen, den Markgröninger Bahnhof oder den dortigen Innenstadtring. In den kommenden Monaten sollen die Ergebnisse nun in den politischen Gremien abgestimmt werden.

Unterdessen haben sich die vier Kandidaten, die den scheidenden Landrat Rainer Haas beerben wollen, am Donnerstagabend auf einer Podiumsdiskussion unserer Zeitung zu einer Stadtbahn im Kreis bekannt.

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