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Verkehr

Straßensperrung sorgt für viele Unannehmlichkeiten

Seit Montag ist die Kleinbottwarer Straße komplett gesperrt. Seitdem häufen sich die Beschwerden, aber auch Tipps im Rathaus. „Manches werden wir nachjustieren“, sagt Bürgermeister Thomas Winterhalter. Dennoch bringe die Baumaßnahme gewisse Einschränkungen mit sich.

Derzeit ist die Kleinbottwarer Straße bis zur Klosterstraße gesperrt. Foto: Oliver Bürkle
Derzeit ist die Kleinbottwarer Straße bis zur Klosterstraße gesperrt. Foto: Oliver Bürkle

Steinheim. In der Kleinbottwarer Straße werden auf einer Länge von 450 Metern die Trinkwasserleitungen ausgetauscht. Die Straße wird deshalb abschnittsweise gesperrt, derzeit ist der Bereich vom Kohler-Eck bis zur Klosterstraße zu. Der Verkehr wird über die Landesstraße umgeleitet, aber auch im Ort kommt es zu Unannehmlichkeiten. So kann der Parkplatz Kloster, wo auch Postkunden parken, nur über Kleinbottwar angefahren werden. Die bisherige Zufahrt erfolgte über die Kleinbottwarer Straße, die Abfahrt über die Friedrichstraße zur Ortsdurchfahrt Ludwigsburger Straße. Die Friedrichstraße ist eine Einbahnstraße, sie zu öffnen, sei keine Option, so Winterhalter, da sie zu schmal für den Begegnungsverkehr sei. Bis in vier Wochen werde die Friedrichstraße aber als Sackgasse geöffnet, so dass der Parkplatz wieder angefahren werden kann. „Das ist ärgerlich“, gibt Winterhalter zu, aber man habe eine Entscheidung treffen müssen.

Irritationen gab es auch wegen der Anfahrt von Lastwagen in die Friedrichstraße, wo ein Steinmetz und ein Sanitärfachgeschäft angesiedelt sind. Die Friedrichstraße wurde in Kleinbottwar als Sackgasse ausgewiesen, weshalb die Lkw nicht anliefern konnten, wie Hanns Daunqaurt (CDU) in der Gemeinderatssitzung berichtete. Die Änderung der Beschilderung wurde bereits an die Verkehrsbehörde weitergegeben.

In der Alten Kleinbottwarer Straße in Richtung Burg Schaubeck wurden große Steine auf die Straße gelegt, um die Durchfahrt zu verhindern. Dies führt wiederum dazu, dass zwei Grundstückseigentümer nicht mehr zu ihren Häusern kommen. Martin Schäffer (CDU) macht sich zudem Gedanken wegen der Feuerwehr. Die hat aber auf die Umleitung bereits reagiert und ihre Wege so geändert, dass die Hilfsfristen eingehalten werden. Bei größeren Vorkommnissen wird außerdem die Großbottwarer Wehr sofort mit alarmiert. „Wir wollten den Schleichverkehr über die Alte Kleinbottwarer Straße verhindern“, erklärt Winterhalter auf Nachfrage. Nur Schilder seien hierfür nicht ausreichend, da es immer findige Menschen gebe, die die Schilder wegräumen, deshalb die Steine. Die Alte Kleinbottwarer Straße sei zu schmal für den Begegnungsverkehr, vor allem mit Lastwagen, und deshalb als Umleitungsstrecke nicht geeignet. Die Zufahrt bis Hofackersiedlung ist aber über die Pfarrstraße möglich, letztere ist für Lastwagen gesperrt. Auch hier wünschen sich Bürger noch eine bessere Beschilderung.

Viele Bürger beschweren sich massiv, dass die Sperrung bis August dauern soll, wenn auch abschnittsweise vorgegangen wird. Diese Zeit brauche es aber für die 450 Meter, so Winterhalter. Man müsse die Kleinbottwarer Straße komplett sperren wegen der Arbeitsbreiten. „Wenn die Gräben offen sind, passen keine Autos und Busse mehr daran vorbei“, so Winterhalter. „Es ist eine Operation am offenen Herz, wir müssen das Gesamtpaket im Blick behalten“, betont er.

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