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Streit nach Foul auf dem Fußballplatz in Höpfigheim eskaliert: Keilerei endet mit Verletzten

Verletzte bei Kreisligaspiel zwischen GSV Höpfigheim II und FC Marbach II

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Steinheim. Beim Fußball sind immer Emotionen im Spiel, doch manchmal wird deutlich übertrieben. Am Sonntag kam es gegen 15 Uhr zu einem Tumult auf dem Fußballplatz in Höpfigheim. Die zweiten Mannschaften des GSV Höpfigheim und des FC Marbach waren in der Kreisliga B Enz-Murr gegeneinander angetreten. Vermutlich nach einem Foul in der Nachspielzeit sei es zu Streitereien zwischen einigen Spielern gekommen, heißt es in einer Mitteilung der Polizei. Nachdem auch Betreuer und Zuschauer auf das Spielfeld rannten und es zu tumultartigen Szenen gekommen ist, wurde das Spiel beim Stand von 2:1 für den Gastgeber abgepfiffen.

Zunächst hörten die Ausschreitungen auf. Doch kurze Zeit später kam es laut Polizei zu einer weiteren Auseinandersetzung unter den Spielern, wobei ein 18-Jähriger von einem noch unbekannten Spieler ins Gesicht geschlagen und verletzt wurde. Auch Zuschauer waren den Angaben nach beteiligt. Ein Rettungswagen musste wegen den Verletzten alarmiert werden. Die Ermittlungen der Polizei dauern an.

Von Provokationen die Rede

Wie Lars Kohler, zweiter Vorsitzender des FC Marbach, auf Anfrage unserer Zeitung mitteilte, haben sich Verantwortliche beider Vereine sofort zusammengesetzt, um die Ereignisse aufzuarbeiten. Dabei sei von Provokationen seitens der Höpfigheimer und Überreaktionen der Marbacher die Rede gewesen. Laut Lars Kohler werden die Verantwortlichen des FC jetzt mit allen Beteiligten und Beobachtern aus Marbach sprechen, um zu eruieren, welche Spieler vonseiten des Vereins an der Keilerei mitwirkten. „Sobald sich für uns ein klares Bild ergibt, wer daran beteiligt war, werden diese Leute das letzte Mal für den FC Marbach aufgelaufen sein“, kündigte Kohler eine konsequente Vorgehensweise im Umgang mit den unschönen Vorkommnissen an.

Laut Helmut Gutsche, Vorsitzender des GSV Höpfigheim, seien mehrere Spieler und Betreuer der Marbacher auf seine Mannschaft losgegangen, die sich zu dem Zeitpunkt komplett in der eigenen Hälfte des Spielfelds aufgehalten habe. Daraus habe sich ein regelrechter Boxkampf entwickelt. „Von uns gingen dann natürlich auch Leute dazwischen, um zu schlichten“, so Gutsche. Deutliche Provokationen von Höpfigheimer Spielern habe er nicht wahrgenommen. „Unsere Provokation war, dass wir gewonnen haben“, sagte Gutsche im Gespräch mit unserer Zeitung. Eine solche Gewaltbereitschaft habe er in seiner ganzen Zeit als Spieler, Trainer und Vorsitzender „noch selten erlebt“. Wenn Spieler und Betreuer einer Mannschaft auf den Gegner losgehen, hätten sie sich einfach nicht im Griff. „Das ergibt ein schlechtes Image für Marbach“, sagte Helmut Gutsche. (elf/red)