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Adventsmarkt

Sturm weht Weihnachtsbuden um

Das Sturmtief „Marielou“, hat den Organisatoren des Kornwestheimer Weihnachtsmarktes einen Strich durch die Rechnung gemacht: Der Budenzauber im Alten Dorf ist anders als geplant gestern nicht fortgesetzt worden.

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Ein Bild der Verwüstung hinterließ der Sturm auf dem Weihnachtsmarkt in Kornwestheim, wo zuvor der Nikolaus noch die Kinder beschenkt hatte.Fotos: Holm Wolschendorf /privat
Ein Bild der Verwüstung hinterließ der Sturm auf dem Weihnachtsmarkt in Kornwestheim, wo zuvor der Nikolaus noch die Kinder beschenkt hatte. Foto: Holm Wolschendorf /privat

kornwestheim. Durch die starken Sturmböen in der Nacht zu gestern waren die Buden stark in Mitleidenschaft gezogen worden. „Das Team des Bauhofs und die Aussteller sind seit den Morgenstunden dabei, die Schäden zu beseitigen und aufzuräumen“, hieß es gestern Morgen auf der Homepage der Stadt Kornwestheim.

Schon der Auftakt am Samstagnachmittag hatte wettertechnisch unter keinem guten Stern gestanden. Regen und ein kalter Wind vermiesten den Start. Daran konnte auch der Nikolaus nichts ändern, der nachmittags bei den Kindern für strahlende Augen sorgte. Schade für die vielen Vereine und kreativen Kunsthandwerker, die sich Einiges hatten einfallen lassen. Die Mitglieder der Chorbühne verkauften selbst gemachte Seifen, Marmelade und Apfelbrot. Am Stand Giuseppe Bagli verbreitete der Pizzaofen wohlige Wärme. Unterstützt von seiner Familie backte der gebürtige Sizilianer Pizza und schenkte feurigen Glühwein vom Etna aus. Gut gelaunte Mitglieder des Tanzportclubs Solitude kredenzten den Besuchern eine große Auswahl an Heißgetränken – mit und ohne Alkohol. Ins Auge fielen die wunderschönen Schürzen für Groß und Klein, aber auch die Baby- und Kindersachen, die Tamara Markovic-Tzanikis aus Pattonville näht.

„Unser Stand ist heute Morgen schon weg geweht worden, und wir wollten schon wieder heim fahren“, erzählte Ute Braun. Doch die Mitarbeiter der Stadt Kornwestheim seien sehr nett und hilfsbereit gewesen und hätten den Stand an anderer Stelle wieder aufgebaut, berichtete sie. Die Kunsthandwerkerin aus Stuttgart Feuerbach hatte ausgefallene Accessoires mitgebracht, die ihren Besitzern nicht nur zu Weihnachten Freude bereiten.

„Wir sind hier, um den Menschen eine kleine Freude zu machen“, sagte Vanessa Eitelbuss vom Awo-Seniorenzentrum am Stadtgarten. An dem Stand wurden Weihnachtskarten und Liederbücher verteilt. Die Jugendfarm verkaufte Holzarbeiten, Plätzchen, Liköre und Marmelade aus eigener Herstellung. Moses entlockt handverlesenen Früchten wahrhaft spirituelle Aromen, hieß es am Stand von Stephan Seidl alias Moses, Fachwart für Obst und Garten. Die Mitglieder des Club Espanol hatten sich der kühlen Witterung angepasst und boten mit heißer Sangria sowie Curros Spezialitäten aus Spanien an. Silke Bühler aus Kornwestheim und Karin Achauer aus Zaberfeld sind nicht nur miteinander verwandt, sonder auch kreativ. Weihnachtsbäume und Nikolausfiguren aus Baumstämmen und verzierte Kerzen verkaufte sie gemeinsam an ihrem Stand. „Man fängt schon im Sommer an, sich Gedanken zu machen“, sagte Silke Bühler. Von einem Sturmtief am 9. Dezember konnten sie damals nichts ahnen.

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