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Nahverkehr

Thales stattet S-Bahn mit elektronischem Lotsen aus

Die Region befürwortet es, dass Thales aus Ditzingen den Auftrag für die Digitalisierung des Bahnverkehrs bekommt.

Thales-Testzentrum in Ditzingen: Hier wird die elektronische Zugsteuerung ETCS erprobt. Archivfoto: Wolschendorf
Thales-Testzentrum in Ditzingen: Hier wird die elektronische Zugsteuerung ETCS erprobt. Foto: Wolschendorf

Kreis Ludwigsburg. Der Regionalverband hat die Vergabe von Leistungen für die Ausrüstung des Schienenknotens Stuttgart mit dem digitalen Lotsen ETCS (European Trail Control System) begrüßt. Nach einer europaweiten Ausschreibung der Bahn hatte bekanntlich der börsennotierte Technologiekonzern Thales aus Ditzingen den Zuschlag erhalten.

Der Auftrag umfasst die Errichtung eines digitalen Stellwerks und die dazugehörige Streckenausrüstung für den Kernbereich des digitalen Knotens Stuttgart. Für den Regionalverband ist damit ein weiterer wichtiger Schritt für die Realisierung dieses deutschlandweit einmaligen Pilotprojekts erfolgt, das mit der Inbetriebnahme von Stuttgart21 Ende2025 umgesetzt sein soll. Der Regionalpräsident Thomas Bopp kommentiert die Vergabeentscheidung so: „Wir freuen uns sehr, dass mit Thales ein weltweit renommiertes und in der Region ansässiges Unternehmen den Zuschlag erhalten hat. Dies erhält die Wertschöpfung in der Region und sichert hier Arbeitsplätze gerade bei wichtigen Zukunftstechnologien.“

Der Verband Region Stuttgart habe bereits im Jahr 2014 die Diskussion für ein neues, digitales Zugbeeinflussungssystem bei der S-Bahn angestoßen. Nach einer gemeinsam mit dem Bund und dem Land Baden-Württemberg sowie der Bahn in Auftrag gegebenen Machbarkeitsstudie gelang es den Partnern 2019, das Pilotprojekt auf den Weg zu bringen (wir berichteten). Erstmalig soll in Stuttgart damit ein S-Bahnsystem in Deutschland mit der neuen Technik ausgestattet werden.

Das Ziel ist klar definiert: die S-Bahn in Stuttgart und der Region, fit für die Zukunft zu machen. Die neue Technik soll es ermöglichen, dass mehr S-Bahnzüge auf der unterirdischen Stammstrecke fahren können – und der Fahrplan stabiler und verlässlicher wird. Darüber hinaus hat die Regionalversammlung vor zwei Jahren beschlossen, 58 neue S-Bahnen anzuschaffen. (red)