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Umgehungsstraße wird umgeleitet

Porsche baut eine Fabrik zur Entwicklung von Prototypen des E-Porsche

Verkehrsteilnehmer müssen sich während der Bauarbeiten auf Behinderungen einstellen. Karte: LKZ
Verkehrsteilnehmer müssen sich während der Bauarbeiten auf Behinderungen einstellen. Karte: LKZ
Mit dem Bau eines Regenrückhaltebeckens wurden die Erschließungsarbeiten für die Westerweiterung des Eichwald begonnen.Foto: Alfred Drossel
Mit dem Bau eines Regenrückhaltebeckens wurden die Erschließungsarbeiten für die Westerweiterung des Eichwald begonnen. Foto: Alfred Drossel

Sachsenheim. Autofahrer müssen auf der Umgehungsstraße Sachsenheim-Sersheim in den kommenden Wochen mit Behinderungen rechnen. Auf Höhe von Porsche wurde mit den Erschließungsarbeiten zur Westerweiterung des Gewerbeparks Eichwald begonnen.

Derzeit laufen die Erdarbeiten zur Erweiterung des Regenrückhaltebeckens Süd. Der Radweg parallel der Umgehungsstraße wurde schon gesperrt. In der nächsten Woche wird eine ampelgeregelte, einspurige Umfahrung der Baustelle als Provisorium der Südseite der Umgehungsstraße gebaut. Die Umleitung werde wohl bis Weihnachten andauern, sagt Eichwald-Geschäftsführer Steffen Schurr. Parallel davon werden Leitungen in Richtung Erweiterungsfläche verlegt. Wenn im Frühjahr der Verkehrkreisel an der Stelle gebaut wird, soll die Baustelle abermals auf dem Provisorium umfahren werden.

Auf der Westerweiterung will der Autobauer Porsche auf einer Fläche von rund zehn Hektar die Montage von Vorserien-Modellen realisieren. Porsche will 300 neue Stellen für E-Auto-Produktion schaffen. Bisher werden die Prototypen von künftigen Modellen vor allem in Zuffenhausen hergestellt. Durch die Entscheidung, den Taycan, den ersten rein elektrischen Sportwagen, am Stammsitz zu bauen, ist dort allerdings einiges im Umbruch. Die Montage der Vorserienmodelle soll daher nach Sachsenheim verlagert werden.

Jetzt schon ist das zentrale Ersatzteillager von Porsche im Gewerbepark Eichwald angesiedelt. Insgesamt arbeiten dort etwa 650 Beschäftigte. Künftig sollen neben den Lagerhallen auch Gebäude für die Produktion stehen. Synergien erhofft sich der Konzern vor allem dadurch, dass einige Bauteile bereits vor Ort gelagert werden und künftig nicht mehr quer durch die Region Stuttgart transportiert werden müssten.

Zudem hat sich mit Dräxlmaier ein Unternehmen im Eichwald angesiedelt, das Bauteile für E-Autos und deren Prototypen herstellt. Geplant sind auf der Westerweiterung neben Werkhallen auch Verwaltungsgebäude und Parkplätze.

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