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Unterhalt und Ausbau kosten viel Geld

Rund 420 Millionen Euro werden in die Verkehrsinfrastruktur investiert – Davon profitiert auch der Kreis

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Strohgäu. Das Regierungspräsidium Stuttgart hat im vergangenen Jahr rund 420 Millionen Euro in die Verkehrsinfrastruktur investiert. Darunter fallen der Unterhalt, der Erhalt und der Ausbau der Autobahnen, Bundes- und Landesstraßen sowie der Ausbau der Radverkehrsinfrastruktur und Lärmschutzprojekte an Straßen. Der Regierungspräsident Wolfgang Reimer (Grüne) sagt: „2019 haben wir erneut hohe Umsätze bei den Investitionen erzielt.“

Seit September 2019 wird der Engelbergtunnel an der Autobahn..81 bei Gerlingen und Leonberg saniert und die Betriebs- und Sicherheitstechnik erneuert. Grund für das Mammutprojekt sind Schäden, die durch Anhydrit verursacht wurden. Das Vorhaben wird rund 130 Millionen Euro kosten und soll bis Mai 2024 abgeschlossen sein.

Um den Verkehr auf der Strecke so flüssig wie möglich zu halten, will das Regierungspräsidium dafür sorgen, dass tagsüber alle sechs Fahrstreifen befahrbar sind. Nur die Fahrstreifenbreiten – und damit einhergehend die Geschwindigkeit – werden eingeschränkt. Die Sperrung von einzelnen Fahrstreifen findet laut des RP ausschließlich nachts statt. Außerdem werde an der Baustelle rund um die Uhr gearbeitet.

Mit Fertigstellung der Umbauarbeiten der Anschlussstelle Zuffenhausen auf der A 81 hat das Regierungspräsidium Stuttgart im Herbst 2019 nach eigenen Angaben einen leistungsfähigen Autobahnanschluss hergestellt. Die Gesamtkosten lagen bei 6,5 Millionen Euro.

Die Egelseebrücke bei Vaihingen über die B.10 wurde im Oktober gesprengt. Der Neubau der Brücke soll bis Mitte 2021 fertig sein. Bis dahin kann der Verkehr über eine temporäre Behelfsbrücke fließen. Der Bund investiert in den Abbruch der bestehenden Egelseebrücke rund 1,2 Millionen Euro. Der sich anschließende Ersatzneubau wird voraussichtlich 6,4 Millionen Euro kosten.

Außerdem starteten im vergangenen Jahr die Vorarbeiten für den Ersatzneubau der Gumpenbachbrücke in Kornwestheim über die B.27. Die neue Brücke wird parallel zum bestehenden, maroden Bauwerk ab Mitte 2020 aufgebaut und anschließend an die endgültige Position verschoben. Die Kosten betragen rund 27 Millionen Euro, teilt das Regierungspräsidium weiter mit.

Auch für dieses Jahr hat sich die Landesbehörde nach eigenen Angaben viel vorgenommen, heißt es in der Mitteilung. Für die Ortsumfahrung im Vaihinger Ortsteil Enzweihingen an der Bundesstraße.10 wird jetzt der Planfeststellungsbeschluss erwartet. (red)