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Viele flotte Bienen tummeln sich direkt am Neckarufer

Ape-Freunde Poppenweiler laden zum zweitägigen Treff ein – Dreiradfans frönen ihrer Leidenschaft – Schweiz ist mit zehn Fahrzeugen vertreten

Kein Fahrzeug ist wie das andere: Nur wenige Dreiräder haben noch eine offene Ladefläche, die meisten haben recht individuelle Aufbauten. Manche Fahrzeuge sind zu Campern umgebaut. Fotos: Ramona Theiss
Kein Fahrzeug ist wie das andere: Nur wenige Dreiräder haben noch eine offene Ladefläche, die meisten haben recht individuelle Aufbauten. Manche Fahrzeuge sind zu Campern umgebaut. Foto: Ramona Theiss

Remseck. Ape ist nicht nur die Bezeichnung für ein dreirädriges Nutzfahrzeug des italienischen Herstellers Piaggio. Ape ist ein Lebensgefühl, eine Philosophie. Am Donnerstag hat ein zweitägiges Treffen von Ape-Besitzern in Neckarrems begonnen.

Auf einem Platz mit wunderschöner Aussicht direkt am Neckarufer haben mehr als 50 Fans dieses ungewöhnlichen Fahrzeugs und deren Begleitung ihre Zelte aufgeschlagen – im wahrsten Sinne des Wortes.

Die Ape-Freunde Poppenweiler mit Thilo Braun an der Spitze haben dieses Event bereits zum zweiten Mal organisiert. Und weil Ape-Besitzer gut vernetzt sind und sich auch in Internetforen austauschen, waren dieses Mal die Besitzer von rund 50 Vespacars, wie sie auch genannt werden, angereist. Wobei der Begriff Reisen angesichts von durchschnittlich elf PS und einer eingetragenen Höchstgeschwindigkeit von 63 Stundenkilometern auf gerader Strecke eine ganz neue Bedeutung erhält. Ape heißt übrigens auf italienisch nichts anderes als Biene.

Aus Zürich war Walter Peier hergefahren. Wie lange er für die Fahrt benötigt hat? „Drei Stunden“, lautete die verblüffende Antwort des Schweizers, der auf den Lastwagen hinter sich zeigte. Seine Biene ist nämlich mit 53 Jahren schon eine ziemlich alte Dame. Und mit diesem Schätzchen fährt man nicht mehr auf der Autobahn. Dieses Gefährt wird nur zu besonderen Gelegenheiten aus der Garage geholt, zum Beispiel um Brautpaare zur Trauung zu fahren. Für längere Strecken wird es auf einen Lastwagen geladen.

Walter Peier verfügt mit mehr als einem Dutzend Dreirädern über einen richtigen Ape-Fuhrpark. Was macht sie so besonders? „Die anderen Leute finden die Fahrzeuge auch toll. Und außerdem braucht man nur drei Reifen“, sagte er grinsend. Die Schweiz war bei dem Treffen übrigens mit zehn Fahrzeugen vertreten: Für Hin- und Rückreise benötigten sie anders als Walter Peier jedoch mehr Zeit. „Die meisten Schweizer legen eine Übernachtung ein“, so Thilo Braun. Zu erzählen hatten sich alles etwas: So wie Bruno Köb, der mit zwei anderen Ape-Besitzer aus dem Kreis Donaueschingen nach Remseck gekommen war. Mit diesen ist er auch schon in Monaco gewesen. Ihre Gefährte hatten die drei Rentner mit ausdrücklicher Genehmigung der monegassischen Polizei vor dem legendären Casino in Monte Carlo aufgestellt und fotografiert. Sehr zur Freude der Touristen.

„Da wurden die Stretchlimousinen der Schönen und Reichen ganz schnell zur Nebensache“, erzählte Köb. „Bonsai-Truck“ steht vorne auf seinem roten Flitzer.

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