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Vielerorts Mahnfeuer gegen die Agrarpolitik

Auf der Gemmrigheimer Forstwüste brennen am Samstagabend gleich mehrere Feuer.Foto: Alfred Drossel
Auf der Gemmrigheimer Forstwüste brennen am Samstagabend gleich mehrere Feuer. Foto: Alfred Drossel

Kreis Ludwigsburg. In ganz Deutschland entzündeten Landwirte am Samstagabend Hunderte Mahnfeuer. Allein in Baden-Württemberg, einem Schwerpunkt, waren es rund 200 davon, auch Bauern im Kreis, vor allem im nördlichen und westlichen Teil, beteiligten sich. Dazu aufgerufen hatte die Bewegung „Land schafft Verbindung“. Die Feuer standen als Zeichen für die Sorgen und Nöte der Bauern. Sie seien im Zuge der Ereignisse und Demonstrationen der letzten Wochen ein weiterer Schritt, um die Öffentlichkeit und Politik auf die Existenzängste der Landwirte aufmerksam zu machen, hieß es.

„Die Organisatoren möchten damit den Dialog zu Politikern und der Öffentlichkeit fortführen“, betonte Landwirt Wolfgang Kölle in Bönnigheim. Auf einem brachliegenden Weinberg beim Schauinsland hatten sich mehr als 50 Landwirte, Obstbauern und Wengerter versammelt und ein Feuer aus unbehandeltem Abfallholz einer Leistenfabrik in Kirchheim entzündet. Auch von der Bevölkerung fordern die Landwirte mehr Wertschätzung. Die Kritik der Landwirte richtet sich unter anderem gegen neue Vorgaben zum Schutz von Insekten und des Grundwassers.

Gleich mehrere Feuer hatten rund 30 Landwirte und Wengerter auf der Gemmrigheimer Forstwüste entzündet. Die weit sichtbaren Feuer brannten mehr als zwei Stunden. Der Vorsitzende der Kreisbauernverbandes Ludwigsburg/Heilbronn, Eberhard Zucker, hat bei einem Mahnfeuer in Pulverdingen bei Vaihingen vor 150 Landwirten darauf hingewiesen, dass die Mahnfeuer ein Zeichen dafür seien, wie ernst die Betriebe durch die geplanten politischen Vorgaben ihre Lage einschätzten. „Wir müssen mit dem Verbraucher in Dialog treten und die Öffentlichkeit aufmerksam machen“, sagte Zucker. Dafür hätten die Feuer gebrannt.

Mahnfeuer hat es auch in Oberriexingen, Sersheim, Kornwestheim und Marbach sowie über der Kreisgrenze in Neckarwestheim und in Lauffen gegeben.

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