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Art Loop

Von Schwieberdingen bis Eberdingen: Radeln zwischen Kunst und Natur

35 Kilometer Bewegung, Natur, Landschaft und Kunst: Am Donnerstag wurde der Skulpturen-Radweg „Art Loop“ im Strohgäu eingeweiht. Entlang eines Rundwegs zwischen Schwieberdingen, Hemmingen und Eberdingen bereichern sieben Kunstwerke mit Bezug zur Region den Radel-Genuss.

Offizielle Freigabe des Skulpturen-Radweges: Landrat Dietmar Allgaier (links), Sparkassenchef Heinz-Werner Schulte (Mitte) und die Bürgermeister Nico Lauxmann (Schwieberdingen), Thomas Schäfer (Hemmingen) und Peter Schäfer (Eberdingen, von links).
Offizielle Freigabe des Skulpturen-Radweges: Landrat Dietmar Allgaier (links), Sparkassenchef Heinz-Werner Schulte (Mitte) und die Bürgermeister Nico Lauxmann (Schwieberdingen), Thomas Schäfer (Hemmingen) und Peter Schäfer (Eberdingen, von links).
„Hallo, Hallo, Guten Tag“ von Daniel Wagenblast.
„Hallo, Hallo, Guten Tag“ von Daniel Wagenblast.
„Dasein“ von Nina Laaf. Fotos: Alfred Drossel
„Dasein“ von Nina Laaf. Fotos: Alfred Drossel

Schwieberdingen/Hemmingen/ Eberdingen. Der Skulpturen-Radweg Art Loop nimmt seinen Anfang am Bahnhof Schwieberdingen und führt durchs Stroh-und Heckengäu nach Hemmingen, Hochdorf und weiter nach Nußdorf. Markante Wegepunkte sind das Varnbüler’sche Schloss und sein Park in Hochdorf, das private Museum Kunstwerk mit der Sammlung des Nußdorfer Unternehmers und Mäzens Peter W. Klein sowie das Keltenmuseum in Hochdorf.

Sieben Kunstwerke, 220 000 Euro Kosten

Der Landkreis Ludwigsburg hat den Skulpturen-Radweg ausgeschrieben und in einem Wettbewerb die Kunstwerke ermittelt. Fachbereichsleiterin Stefanie Bartzsch hielt bei der Planung und Ausführung die Fäden in der Hand. Für den Radweg wurden von einer Jury sieben Siegerentwürfe ausgewählt.

Die Kosten liegen bei 220000 Euro. Der Regionalverband gibt über sein Landschaftsparkprogramm 60000 Euro, die Kreissparkasse 50000 Euro durch ihre Stiftung und der Kunstmäzen Peter Klein 20000 Euro. Der neue Radweg soll das gut entwickelte und großflächige Radwegenetz, bestehend aus touristischen und Alltagsradwegen sowie aus Pedelec-Lade- und Verleihstationen, mit Kunst und Kultur vereinen.

Kunst am Wegesrand soll zum Nachdenken anregen

Landrat Dietmar Allgaier freute sich darüber, dass jetzt die im Westen des Landkreises liegende reizvolle Kulturlandschaft mit Bewegung in der Natur und im Kontakt zur Kunst erlebt werden kann. „Wir haben ein neues Angebot geschaffen, von dem ich sicher bin, dass es angenommen wird“, sagte Allgaier. Gleichzeitig solle die Kunst am Wegesrand zum Nachdenken, aber auch zur Diskussion anregen, betonte der Landrat in einer von der Jugendkapelle des Musikvereins bereicherten Feierstunde im Bürgersaal von Schwieberdingen.

Für Bürgermeister Nico Lauxmann verbindet der Skulpturen-Radweg Mobilität und zeitgenössische Kunst. Der Kunstweg bereichere nicht nur das Strohgäu, sondern den ganzen Landkreis. Regionaldirektor Dr. Alexander Lahl sagte, dass es Ziel der Region sei, die kulturelle und landschaftliche Vielfalt zu fördern und herauszustellen. Der Verband Region Stuttgart habe bisher rund 24 Millionen Euro den Kommunen für zielführende Maßnahmen zur Verfügung gestellt. All diese Projekte seien auch im Sinne des Naturschutzes.

„Freilichträume für die Künstler“

Simone Demandt, die Vorsitzende des Künstlerbundes Baden-Württemberg stellte fest, dass es im Strohgäu 35 Kilometer Kunst für jedermann umsonst gebe. Der Künstlerbund war bei der Auswahl der Kunstwerke und Künstler mit eingebunden. Landschaften seien für Künstler und Künstlerinnen wertvolle „Freilichträume“, für die eine spezielle Herangehensweise der Formfindung und der Intervention samt ganz eigener Präsentationsbedingungen der Werke in der Natur gefunden werden müsste, betonte Simone Demandt.

Die Künstler und ihre Kunstwerke:

Thomas Weber aus Ludwigsburg hat das Kunstwerk „Turm“ am Bahnhof Schwieberdingen aufgestellt.

Reinhard Scherers (Alfdorf-Pfahlbronn) Skulptur „Strohgäu Sattel“ steht auf einer Wiese Nahe des Hardt-Schönbühlhofs.

Nino Maaskola aus Karlsruhe hat die Skulptur „Landmarken weiter als das Auge reicht“ geschaffen. Sie steht in Nußdorf. Nina Laaf aus Karlsruhe ist mit zwei Kunstwerken vertreten. Das eine heißt „Belebung“ und steht beim Nußdorf und das andere heißt „Dasein“ und steht bei Hemmingen.

Tilmann Eberwein aus Stuttgart hat das begehbare Werk „Rotation Rack“ geschaffen, das zwischen Eberdingen und Hemmingen seinen Platz gefunden hat.

Daniel Wagenblast hat „Hallo, Hallo, Guten Tag“ geschaffen. Dieses Kunstwerk steht am Hemminger Schlosspark.

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