Logo

Bauen

Weiteres Wohnbauprojekt geplant

Auf dem Areal zwischen Schillerstraße und Güntterstraße könnten auch preisgünstige Wohnungen gebaut werden

Das Areal befindet sich zwischen Schillerstraße (im Bild) und Güntterstraße.Foto: Ramona Theiss
Das Areal befindet sich zwischen Schillerstraße (im Bild) und Güntterstraße. Foto: Ramona Theiss

Marbach. Das Grundstück liegt schon eine ganze Zeit brach, jetzt soll Bewegung in die Sache kommen: Zwischen Schiller- und Güntterstraße sollen auf einer Fläche von 4000 Quadratmetern auch preiswerte Wohnungen entstehen. Einen entsprechenden Antrag der SPD-Fraktion diskutierte die Stadtverwaltng bereits im Sommer mit dem Grundstücksbesitzer, dem Marbacher Immobiliendienst. Und der steht der Sache durchaus aufgeschlossen gegenüber, sagt Inhaber Rainer Krause.

Grundsätzlich wäre eine Zusammenarbeit wie beim Wohnprojekt in der Affalterbacher Straße denkbar. 15 Wohnungen entstehen in dem Neubau am Ortsausgang Richtung Affalterbach, Wohnungen, die sich Familien und Alleinstehende mit schmalem Geldbeutel leisten können. Die Stadt hat gemeinsam mit dem Marbacher Immobiliendienst dafür das Modell ersonnen: Das private Unternehmen errichtet den Neubau und verkauft ihn schlüsselfertig an die Stadt. Die vermietet dann die Wohnungen und entscheidet selbst, zu welchen Konditionen (siehe Kasten).

So könnte es auch an der Schillerstraße funktionieren. Der Marbacher Immobiliendienst hat das Grundstück vergangenes Jahr gekauft, möglich sind hier rund 40 Wohneinheiten. Drei Baukörper könnte sich Krause vorstellen, davon könnte man einen mit dem Marbacher Modell entwickeln, so Krause. Das wären dann acht bis zehn Wohnungen. Die anderen Baukörper möchte Krause selbst vermarkten, mit kleineren und größeren Wohnungen für junge Familien, aber auch mit Gewerbe. Im Baukörper entlang der Güntterstraße mit rund 400 Quadratmetern könnte sich eine Ärztegruppe ansiedeln. „Wir sehen diesen Baukörper als Verlängerung von der Güntterstraße in Richtung Bahnhof“, so Krause. Das Gebäude soll barrierefrei geplant werden, mit sechs Parkplätzen vor der Tür – die restlichen 24 sind in einer Tiefgarage mit Zufahrt von der Güntterstraße vorgesehen. „Das wäre auch eine Chance für die Belebung der Innenstadt“, glaubt der frühere Vorsitzende des Stadtmarketingvereins.

Im Moment wird noch an der Baugenehmigung gearbeitet und die Kosten für das Projekt ermittelt. Mitte kommender Woche will man die Aufstellung an die Stadt weitergeben. Im Frühjahr 2020 könnte der erste Spatenstich erfolgen. Der Gemeinderat muss entscheiden, ob und zu welchen Konditionen er das Projekt realisieren möchte. „Wir sind bereit, zu verhandeln“, sagt Krause. Wenn das Angebot passe, habe die Stadt Vorrang. „Wir sehen uns in der Verpflichtung, Wohnraum zu schaffen“, sagt Krause, schließlich habe man Marbach als Standort. „Wenn jede Kommune im Land so etwas machen würde, hätten wir 10.000 Wohnungen.“

Bürgermeister Jan Trost steht dem Projekt durchaus offen gegenüber; im Moment warte die Stadt aber noch auf ein Angebot. „Das brauchen wir, um Zuschüsse zu bekommen“, sagte er jüngst in der Gemeinderatssitzung auf Nachfrage von Ernst Morlock zum Stand der Dinge. Für das Projekt in der Affalterbacher Straße gab es einen Zuschuss aus dem Wohnbau-Förderprogramm der Landesbank, dafür muss die Miete 33 Prozent unter der ortsüblichen Vergleichsmiete liegen und damit bei (kalt) 6,64 Euro pro Quadratmeter.

Autor: