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Pandemie
Wieder Corona-Ausbruch: Dieses Mal im Kleeblatt Löchgau

Jetzt ist Zusammenhalt gefragt: Im Kleeblatt Löchgau sind 13 von 28 Bewohnern sowie fünf Mitarbeitende positiv getestet worden. Foto: Kalaene/dpa
Jetzt ist Zusammenhalt gefragt: Im Kleeblatt Löchgau sind 13 von 28 Bewohnern sowie fünf Mitarbeitende positiv getestet worden. Foto: Kalaene/dpa
Nach positiven Fällen in einer Schwieberdinger Einrichtung Anfang Januar hat es nun das Kleeblattpflegeheim in Löchgau erwischt.

Löchgau. Für die Kleeblattpflegeheime im Kreis Ludwigsburg ist es ein harter Start in das neue Jahr. Am Freitagabend teilt der Geschäftsführer Stefan Ebert mit, dass in dem Haus in Löchgau 13 von 28 Bewohnern positiv auf das Coronavirus getestet worden sind. Fünf Mitarbeitende haben sich nach aktuellem Stand ebenfalls infiziert.

Alle Betroffenen geimpft

Den Infektionen vorausgegangen waren laut Ebert positiv getestete Mitarbeitende der Einrichtung. Antigen-Schnelltests förderten dann bereits am Mittwoch mehrere positive Tests bei Bewohnerinnen und Bewohnern zutage. Ein Hausarzt leitete schnell PCR-Testungen in die Wege, heißt es in der Pressemitteilung. Bei allen anderen Betroffenen erfolgte der PCR-Test offenbar am darauffolgenden Tag. Sie bestätigten die Ergebnisse der Schnelltests – und deckten auch noch weitere Coronainfektionen auf.

Alle infizierten Bewohnerinnen und Bewohner sind nach Angaben des Geschäftsführers geimpft, es gehe Ihnen den Umständen entsprechend gut. „Für unsere Kolleginnen und Kollegen vor Ort in Löchgau ist es bitter“, sagte Ebert am Freitagabend. „Sie müssen nun schon zum zweiten Mal innerhalb kürzester Zeit mit Coronainfektionen kämpfen.“ Bereits im Frühjahr 2020 wurde in der Kommune ein Kleeblattbewohner positiv getestet. Die vielen Personalausfälle würden die Situation zusätzlich erschweren. Ebert lobte aber den „tollen Zusammenhalt“.

In Absprache mit dem Gesundheitsamt des Landkreises Ludwigsburg gelten für das gesamte Löchgauer Pflegeheim nun eine Quarantäne und ein Besuchsverbot. „Wir haben vor Ort alle notwendigen Vorkehrungen ergriffen, um die Bewohner und Mitarbeiter vor einer weiteren Ausbreitung des Virus zu schützen“, so Ebert weiter. Die Angehörigen seien umgehend informiert worden.

Bürgermeister bestürzt

Betroffen zeigte sich auch der Löchgauer Bürgermeister Robert Feil: „Angesichts der hohen Infektiosität kann ein Ausbruch leider nicht vermieden werden.“ Die Gemeinde wünsche den erkrankten Menschen alles Gute und den Beschäftigten beim Kleeblatt viel Kraft in „anstrengender Zeit“.

Auch die Bewohner in der Kleeblattsparte Wohnen seien über die Situation im Haus informiert worden. Die weiteren Schritte in Löchgau werden laut Ebert in enger Abstimmung zwischen dem Gesundheitsamt, dem Bürgermeisteramt und dem Kleeblatt-Corona-Krisenstab erfolgen.

Bereits Anfang Januar sind in einem Kleeblattpflegeheim in der Schwieberdingen Ortsmitte fast die Hälfte der 23 Bewohner positiv getestet worden, außerdem drei Mitarbeiter der Einrichtung. (red)