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Immobilien
Wohnen im Landkreis Ludwigsburg erneut teurer

Auch für die Mieter im Landkreis ist keine Entlastung in Sicht. Foto: Dieter Assmann/dpa
Auch für die Mieter im Landkreis ist keine Entlastung in Sicht. Foto: Dieter Assmann/dpa
Die Region ist für Käufer von Häusern und Wohnungen weiterhin ein teures Pflaster. Auch Vermieter haben zuletzt teilweise erneut kräftig aufgeschlagen.

Ludwigsburg. Die Haus- und Wohnungspreise im Landkreis Ludwigsburg bewegen sich nach wie vor auf Rekordniveau. Laut einer Analyse des Immobilienportals Homeday hat es vom bereits hohen Vorjahresniveau aus in manchen Städten und Gemeinden zweistellige Preissteigerungen gegeben. Am tiefsten müssen Wohnungskäufer nach wie vor in Gerlingen in die Tasche greifen. Von April 2021 bis März 2022 ist dort für Wohnungen im Schnitt ein Quadratmeterpreis von 4827 Euro aufgerufen worden. Danach folgen Asperg mit 4515 Euro pro Quadratmeter und Korntal-Münchingen mit 4462 Euro pro Quadratmeter.

Bietigheim-Bissingen liegt auf Rang 10 der Gemeinden im Kreis, hier sind Wohnungen im Schnitt für 4300 Euro je Quadratmeter angeboten worden. In Besigheim und Marbach am Neckar waren es durchschnittlich 4000 Euro. Am günstigsten konnten Wohnungskäufer in Kirchheim am Neckar heimisch werden, dort haben Wohnungen durchschnittlich 3306 Euro pro Quadratmeter gekostet.

Gerlingen hat Spitzenposition

Auch bei Einfamilienhäusern nimmt Gerlingen die Spitzenposition ein. Zuletzt mussten Käufer dort 5763 Euro pro Quadratmeter aufwenden. Auf Platz zwei und drei folgen Remseck am Neckar und Tamm mit 4899 Euro beziehungsweise 4769 Euro pro Quadratmeter. Deutlich günstiger sind Eigenheime in Beilstein angeboten worden mit lediglich 2887 Euro pro Quadratmeter.

Auch für Mieter ist keine Entlastung in Sicht. Die höchsten Mieten werden derzeit in Ludwigsburg verlangt. Der durchschnittliche Mietpreis liegt aktuell bei 13,47 Euro pro Quadratmeter. Auf Platz 2 folgt Gerlingen mit 13,45 Euro pro Quadratmeter. Die dritthöchsten Mieten werden in Kornwestheim veranschlagt. Der durchschnittliche Angebotsmietpreis beträgt dort 13,22 Euro pro Quadratmeter. Vergleichsweise günstig wohnt es sich dagegen in Mundelsheim. Mit durchschnittlich 9,50 Euro pro Quadratmeter wird dort die günstigste Miete im Landkreis fällig.

Daten aus 300 Quellen

Der Immobilienreport, der sich auf am Markt angebotene Objekte stützt und seine Daten aus mehr als 300 Quellen bezieht, weist, bezogen auf den Zeitraum vom April 2020 bis März 2021, fast durchweg Kauf- und Mietpreissteigerungen aus. Mit einem Plus von 14,8 Prozent haben sich Wohnungen in Asperg verteuert, in Sachsenheim gar um 23,9 Prozent. In Ludwigsburg haben Wohnungskäufer im Schnitt 9,1 Prozent mehr Geld auf den Tisch legen müssen. Eher gering ist der Preisanstieg in Vaihingen an der Enz mit 6,3 Prozent ausgefallen.

Teils noch deutlich stärkere Anstiege waren bei Hauskäufen zu verzeichnen. Rekordhalter war hier Beilstein mit einem Plus von 20,9 Prozent. Aber auch in Remseck am Neckar (plus 16 Prozent), Vaihingen an der Enz (plus 15,4 Prozent), Gerlingen (plus 15 Prozent) und Möglingen (plus 12,9 Prozent) sind die Preise deutlich zweistellig gestiegen.

In Ludwigsburg immerhin verlief der Anstieg mit 5,4 Prozent etwas gebremster, in Asperg verteuerten sich Häuser im Schnitt sogar lediglich um 1,6 Prozent.

Plus von 19,1 Prozent in Sachsenheim

Auch beim Wohnen zur Miete scheint kein Ende des Preisauftriebs absehbar. Negativer Spitzenreiter ist hier Sachsenheim mit einem Plus von 19,1 Prozent im entsprechenden Zeitraum. In Bönnigheim haben die Mieten mit 16,1 Prozent ebenfalls stark angezogen. Im Schnitt zweistellig teurer geworden ist Wohnen für Mieter in Asperg, Möglingen, Markgröningen, Walheim und Kirchheim am Neckar. In Ludwigsburg war eine Steigerung von 7,6 Prozent zu verzeichnen. Positiver Ausreißer aus Sicht der Mieter ist in der Aufstellung die Gemeinde Eberdingen: Hier sind die durchschnittlich verzeichneten Mieten sogar um 1,6 Prozent gesunken.