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Zebrastreifen für sicheren Zugang zur neuen OPS

Württemberger Straße in Freiberg wird bis September 2022 ausgebaut – Gesamtkosten werden mit 540000 Euro angegeben

An dieser Einmündung in die Württemberger Straße soll ein Zebrastreifen für einen sicheren Übergang sorgen. Foto: Ramona Theiss
An dieser Einmündung in die Württemberger Straße soll ein Zebrastreifen für einen sicheren Übergang sorgen. Foto: Ramona Theiss

Freiberg. Im Zusammenhang mit dem Neubau der Oscar-Paret-Schule (OPS) wurde in der jüngsten Gemeinderatssitzung über einen weiteren Tagesordnungspunkt beraten, der den Ausbau der Württemberger Straße vorsah. Teil der Planung ist ein neuer Zebrastreifen auf Höhe der Straße Im Breitenbächer, der Fußgängern bis zur Inbetriebnahme des neuen Schulgebäudes im September 2022 eine sichere Überquerung der Württemberger Straße ermöglichen soll.

Der Ausbau der Württemberger Straße macht mit 340000 Euro den größten Teil der Gesamtkosten von rund 540000 Euro aus. 147000 Euro fließen in die neue Zufahrt des OPS-Parkdecks, 28000 Euro in die Wasserversorgung, 23000 Euro in die Straßenbeleuchtung. Damit sinken die Ausgaben im Vergleich zur ursprünglichen Planung nach Angaben der Stadtverwaltung um 527000 Euro. Eine Rechnung, die aus Sicht von Stadtrat Walter Bäßler (Freie Wähler) nicht aufgeht. Die Kosten seien nur geringer ausgefallen, weil zunächst über 670000 Euro für einen neuen Busbahnhof eingeplant gewesen seien. „Der Busbahnhof wird jetzt aber gar nicht gebaut“, sagte er. Der Ausbau der Württemberger Straße dagegen sei 150000 Euro teurer geworden. „Wieso?“, wollte Bäßler wissen. Zuvor sei die Württemberger Straße in den Bau des Busbahnhofs integriert gewesen, erläuterte Krister Riedhammer von der Stabstelle Entwicklung Stadtzentrum. „Die Planung musste komplett auf neue Füße gestellt werden, der Vorher-Nachher-Vergleich führt deshalb in die Irre.“

Die Baukosten seien gestiegen, ergänzte der Erste Beigeordnete Stefan Kegreiß, zudem habe sich die auszubauende Fläche vergrößert. Und als Konsequenz eines Gemeinderatsbeschlusses würden nun auch die Leitungen für eine künftige Nahwärmeversorgung verlegt. Bäßler wollte sich damit nicht zufriedengeben und spielte den Ball an die Verwaltung zurück: „Bei einer so grundlegenden Planungsänderung die Kosten gegenüberzustellen, ist irreführend“, sagte er.

Man gehe nun den zweiten Schritt vor dem ersten, so die Befürchtung von CDU-Stadtrat Stefan Goedeckemeyer. Denn vor dem Ausbau der Württemberger Straße müsse eigentlich über die Gestaltung des Platzes vor dem neuen OPS-Gebäude gesprochen werden. Immerhin werde dieser Fläche künftig eine Art Torfunktion zum Stadtzentrum und damit eine aus stadtplanerischer Sicht besondere Bedeutung zukommen. Die Pläne für die Platzgestaltung seien bereits im OPS-Beirat vorgestellt worden, erwiderte Riedhammer, Änderungswünsche seien dort nicht vorgetragen worden. „Deshalb wurde nur der Straßenkörper umgeplant. Die Motivation war, dass die Württemberger Straße bis zum Schulbeginn im September 2022 fertig werden soll.“ Die gewünschte Torfunktion werde hergestellt, auf dem Platz sei eine starke Begrünung vorgesehen. Zudem führe der Zebrastreifen über die Württemberger Straße an dieser Stelle zu einer „neuen Qualität des Verkehrsrechts“.

Der Gemeinderat verabschiedete den Baubeschluss bei einer Gegenstimme von CDU-Chef Willi Zimmer.

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