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Zerstörungen im Gemmrigheimer Herrleswald

Albverein will Polizei einschalten – Mountainbikefahrer nutzen den schmalen Weg zum Neckar verbotswidrig als Strecke

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Wanderer haben die Zerstörungen entdeckt. Ein Baum wurde buchstäblich zerfetzt.Foto: Alfred Drossel

Gemmrigheim. Am vom Schwäbischen Albverein Gemmrigheim angelegten Wanderweg zum Neckar im Herrleswald haben Unbekannte gewütet und Einrichtungen und Bäume beschädigt. Der Albverein will jetzt die Polizei einschalten.

Mit viel Aufwand habe die Albvereinsortsgruppe vor zehn Jahren den Gemmrigheimer Rundwanderweg angelegt, berichtet der frühere Vorsitzende Gerhard Reisinger. Dabei waren zwei steile, teilweise mit Betonstufen versehene Wege gebaut worden. Sowohl am Drachenloch als auch im Herrleswald wurden damals Treppenstufen eingebaut, die aber schon nach wenigen Jahren beschädigt und teilweise von Unbekannten abgebaut wurden.

Im Bereich Drachenloch haben Mountainbiker Wippen und Anderes eingebaut. Ähnliches erfolgte später an der Herrlesbergtreppe nahe des Kernkraftwerks.

Aus Anlass des zehnjährigen Bestehens des gerne angenommenen Wanderweges erneuert die Ortsgruppe die Treppenstufen. Im Herrleswald ist das schon erfolgt. „Die Arbeiten waren mit großem Aufwand und hohen Kosten verbunden“, sagt Reisinger. Eine Woche hätten die Mitglieder die Treppe „Herrle“ erneuert. Jetzt sei wieder beobachtet worden, dass Mountainbiker den schmalen Abstieg zum Neckar benutzen, obwohl diese Strecke nicht dafür zugelassen ist. Der Albverein hat Schilder aufgestellt sowie Schranken und Schikane eingebaut, damit ein Fahren unmöglich ist.

Bei einer Frühwanderung haben nun Albvereinler große Beschädigungen an dem steilen Abstieg festgestellt. Dabei sei ein Baum buchstäblich zerfetzt worden. „Wir werden solches Tun nicht einfach hinnehmen, sondern einen Strafantrag gegen die Verursacher stellen“, sagt Gerhard Reisinger verärgert.