Logo

Gesellenbrief

Zwei Kfz-Mechatroniker aus dem Kreis zählen zu den Prüfungsbesten

259 junge Menschen haben in der Region Stuttgart eine Ausbildung als KFZ-Mechatroniker absolviert. Tom Brennecke und Max Kauffmann werden für gute Leistungen bei ihrer Gesellenprüfung geehrt.

Tom Brennecke (Mitte) und Ausbilder Thomas Maier (rechts) erhalten von Innungsgeschäftsführer Christian Reher ihre Urkunden. Foto:Kfz-Innung/p
Tom Brennecke (Mitte) und Ausbilder Thomas Maier (rechts) erhalten von Innungsgeschäftsführer Christian Reher ihre Urkunden. Foto:Kfz-Innung/p

Gerlingen/Ludwigsburg. 259 Kfz-Mechatroniker und sechs Kfz-Mechatronikerinnen haben in der Region Stuttgart in diesem Frühjahr ihre Gesellenprüfung bestanden. Den meisten brachte die Post den Gesellenbrief, weil die Kraftfahrzeuginnung Region Stuttgart wegen Corona auf die große Retro-Classics-Feier verzichtete. Für Tom Brennecke, Auszubildender beim Autohaus Maier in Gerlingen, gab es aber trotzdem einen (coronakonformen) besonderen Moment: Christian Reher, Geschäftsführer der Kraftfahrzeuginnung Region Stuttgart, kam persönlich bei dem Ausbildungsbetrieb vorbei, um Brennecke seinen Gesellenbrief zu überreichen. Denn der Azubi ist der Prüfungsbeste, der bei einem Innungsbetrieb im Kreis Ludwigsburg ausgebildet wurde. Dafür erhielt er eine Urkunde, die den Lebenslauf schmückt. Der Betrieb bekam für die Qualität seiner Ausbildung ebenfalls eine Auszeichnung.

Max Kauffmann aus Ludwigsburg ist der Prüfungsbeste in der Region Stuttgart

Aus dem Kreis Ludwigsburg kommt aber noch ein Preisträger: Der Ludwigsburger Max Kauffmann, ehemaliger Auszubildender bei Stickel Kraftfahrzeugtechnik in Rutesheim im Kreis Böblingen, ist der Prüfungsbeste aller Kraftfahrzeugbetriebe, die von der Kfz-Innung Region Stuttgart betreut werden.

265 neue Gesellinnen und Gesellen – das heißt auch, „es sind wieder freie Ausbildungsplätze da“, wie Obermeister Torsten Treiber sagt. Er rät, sich schnell zu bewerben: „Unsere Ausbildungsplätze sind begehrt, wir haben deutlich mehr Bewerberinnen und Bewerber für die Karriere mit Lehre als andere Branchen.“

Die Innung, die fast die gesamte Region Stuttgart umfasst, zeichnet die Prüfungsbesten nach den Kreisen aus, in denen die Ausbildungsbetriebe liegen. Der Kreis Ludwigsburg führt bei den Ausbildungsplätzen: Insgesamt haben 68 der regional 265 erfolgreichen Prüflinge im Bereich Kfz-Mechatronik ihre Ausbildung bei Betrieben im Kreis Ludwigsburg absolviert und erfolgreich abgeschlossen. „Darunter ist leider keine der sechs Kfz-Mechatronikerinnen aus der Region“, bedauert der Kreisvorsitzende Markus Klein.

Lossprechungsfeier fällt wegen Corona aus

Wegen der Coronakrise konnte es keine Lossprechungsfeier geben. „Das war leider schon das dritte Mal, und wir wissen daher, dass digitale Formate kein Ersatz sein können, deswegen haben wir darauf verzichtet“, sagt Innungsgeschäftsführer Reher. Deshalb hat er wenigstens den Prüfungsbesten in den Kreisen und ihren Ausbildungsbetrieben die Urkunden persönlich überbracht, die es sonst bei der Lossprechungsfeier gegeben hätte.

Ausbildungsplätze sind gefragt

„Sehr zufrieden“ ist die Innung mit der Nachfrage nach ihren Ausbildungsplätzen im Bereich Kfz-Mechatronik, sagt der Ludwigsburger Kreisvorsitzende Markus Klein: „Wir haben eine sehr hohe Weiterempfehlungsquote innerhalb der Familie, von Freunden und Bekannten, und das ist mehr als die halbe Miete, wenn es um den Wettbewerb um die Azubis geht.“ Obermeister Treiber ergänzt mit Blick auf die Region: „Es gibt Betriebe, bei denen kommen über das Jahr mehr als tausend Bewerbungen zusammen.“

Die hohe Nachfrage komme aus der immer noch zunehmenden Attraktivität des Autos: „Laufend neue Modelle, eine technische Bandbreite, die ihresgleichen sucht, von Oldtimern bis zu Hightech-Fahrzeugen“, so Reher. Und komme das autonome Fahren, „wird die Nachfrage nach kompetenter und gepflegter Wartung noch mal einen Schub bekommen“.

Die Kfz-Innung Region Stuttgart steht in ihrem Innungsgebiet im Stadtkreis Stuttgart, in den Landkreisen Böblingen und Ludwigsburg, im Rems-Murr-Kreis und im Altkreis Esslingen für rund 700 Kraftfahrzeugbetriebe mit etwa 12000 Beschäftigten, davon fast 2600 Auszubildende.

Autor: