KREIS LUDWIGSBURG | 16. April 2012

„Finanzcheck“ hilft bei Geldanlage

Freiberg – „Nur wer seine Finanzen im Griff hat, hat auch sein Leben im Griff“, das sei leichter gesagt als getan, meinte Verleger Gerhard Ulmer zur Eröffnung der ersten und gut besuchten „Finanzcheck“ in Freiberg. Einer Messe rund um die Geldanlage, organisiert von der Ludwigsburger Kreiszeitung. Dem Menschen wolle diese Messe Orientierung geben im Dschungel der zahllosen Möglichkeiten.

Beim „Finanzcheck“ fanden auch die Vorträge reges Interesse.
Beim „Finanzcheck“ fanden auch die Vorträge reges Interesse.
Verleger Gerhard Ulmer (vierter von links) mit den Partnern der Messe „Finanzcheck“ und Freibergs Bürgermeister Dirk Schaible (zweiter von links). Bilder: Holm Wolschendorf
Verleger Gerhard Ulmer (vierter von links) mit den Partnern der Messe „Finanzcheck“ und Freibergs Bürgermeister Dirk Schaible (zweiter von links). Bilder: Holm Wolschendorf
Beim „Finanzcheck“ gab es auch viel individuelle Beratung.
Beim „Finanzcheck“ gab es auch viel individuelle Beratung.

Früher war das Leben einfacher: Schule, Ausbildung, ein Arbeitgeber, Rente mit 65. Ein Lebenslauf, der sich bei den meisten so auch durchgezogen hat. Aber die Zeiten hätten sich geändert. Die wenigsten seien heute lückenlos und ohne Unterbrechung bei ein und demselben Arbeitgeber womöglich noch am gleichen Ort tätig, betonte Ulmer.

Und weil der dritte Lebensabschnitt durch die höhere Lebenserwartung länger werde, habe die Altersvorsorge einen besonders hohen Stellenwert. Die Rente halte nicht mit bei den Preissteigerungen für Leben, Gesundheit und Freizeit. „Ein persönlicher Finanzcheck ist deshalb ein Muss für jeden“, zog Ulmer als Fazit. Es sei Aufgabe der Medien und der Finanzberater, unaufgeregt zu sensibilisieren und kompetent individuelle Wege aufzuzeigen, wie jeder seine Zukunft auf sichere Beine stelle.

Die Vielfalt der Anlageformen wurde an 15 Ständen im Freiberger Prisma vorgestellt. Die Palette reichte vom klassischen Bausparvertrag über unterschiedlichste Versicherungsmodelle, Immobilien und andere Sachwertanlagen, Aktiengeschäften und Devisenspekulationen. Sogar Öko-Investment war vertreten. Zahlreiche Fachvorträge rundeten das Informationsangebot ab.

Von „Orientierungslosigkeit“ sei das Anlegerklima derzeit geprägt, sagte Jürgen Klemm von der BW Bank. Geld sei ausreichend vorhanden, aber die Unsicherheit in gleichem Maße groß, welcher Art der Anlage vertraut werden könne. „Statt jedem Trend hinterherzulaufen, sollten auch solide Aktien wieder ins Auge gefasst werden“, rät er. Es gebe einige „Blue Chips“ namhafter deutscher Unternehmen, die gerade günstig zu haben seien und wertbeständiger als manch überteuerte Immobilie.

„Sicherheit geht dem Kunden gerade vor Ertrag“, analysiert Dieter Jung von der Kreissparkasse. Pauschallösungen gebe es nicht, so Ivana Topic von der Volksbank. „Jeder muss sich darüber klar werden, welche Wünsche und Ziele er vor Augen hat.“ Deshalb sei die persönliche Beratung so wichtig.

„Viel Hörensagen, wenig Konkretes“ sei gerade im Umlauf, meint Rainer Rottner von Wüstenrot. Wer sein Vermögen sicher für das Alter anlegen wolle, komme um das Eigenheim nicht herum. Allerdings dürfe nicht blind gekauft werden. Es komme auf die Lage an, so alle Anlageberater unisono. Und vor allem darauf, was sich der Einzelne leisten kann. Wichtig sei auch an die Zeit nach der Zinsbindung zu denken, rät Steffen Fuchs von der LBS, sonst hänge plötzlich so manche Finanzierung in der Luft.

Wer auf schnelleren Ertrag schiele und spekulieren wolle, der müsse eben „schwankungsresistent“ sein, so der Tenor. Vernünftig sei immer noch ein Mix aus mittel- und langfristigen Anlageformen. Dazu aber seien gerade die wenigsten Kunden bereit, so die Beobachtung der Kapitalmanager. Einerseits wollten die Kunden ihr Geld sichern, auf der anderen Seite aber flexibel reagieren können, sollten andere Anlageformen wieder attraktiver werden. Was nicht ins „Betongeld“ fließe, liege oft also auf Festgeldkonten oder werde in Schulverschreibungen mit Festlaufzeiten gepackt.

Die „Finanzcheck“ sei eine wichtige Veranstaltung für Freiberg und die ganze Umgebung, betonte Bürgermeister Dirk Schaible. Es sei wichtig, dass sich eine komplette Branche auf Kerntugenden besinne: Vertrauen und Seriosität. Eine Messe wie diese könne dafür die Basis legen.

Thomas Faulhaber
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