Gemeindehalle
Löchgau | 02. Februar 2018

Anwohner klagen über Parkchaos

Zugeparkte Straßen und blockierte Einfahrten – darüber beschweren sich Anlieger der Löchgauer Gemeindehalle schon seit einigen Jahren. Denn gerade bei großen Veranstaltungen gibt es an der Halle zu wenig Parkplätze. Die Kommune prüft nun, ob zusätzliche Stellplätze geschaffen werden können.

Vor einigen Wochen haben die Anlieger der Gemeindehalle Post von Bürgermeister Robert Feil bekommen: „In den vergangenen Jahren haben wir zunehmend Rückmeldungen über eine unbefriedigende Parkplatzsituation rund um die Gemeindehalle bei Veranstaltungen bekommen“, schreibt der Schultes in dem Brief. Immer wieder komme es dort zu unübersichtlichen Situationen durch den ruhenden Verkehr.

Was der Bürgermeister damit meint: Gerade bei Großveranstaltungen reichen die Parkplätze rund um die Gemeindehalle nicht aus, die Besucher weichen deshalb in die angrenzenden Wohngebiete aus und stellen ihr Auto dort ab. Zum Ärger der Anwohner, denn häufig wird dann so chaotisch geparkt, dass kaum noch ein Durchkommen ist. „Oftmals sind Grundstückseinfahrten nur mit erhöhtem Rangieraufwand oder gar nicht nutzbar“, berichtet auch Anwohner Karl Trinkner im Gespräch mit unserer Zeitung. Im Notfall käme so noch nicht einmal die Feuerwehr durch, gibt er zu bedenken. Auch wenn der Löchgauer zum Teil Verständnis für die Veranstaltungsbesucher hat – „denn sie werden aus Parkplatznot zum egoistischen Falschparker“.

Der Gemeinde ist die Situation bekannt, deshalb wird jetzt geprüft, ob zusätzliche Parkplätze in direkter Nähe zur Gemeindehalle geschaffen werden können. Möglich wäre dies laut Bebauungsplan entlang der Riedstraße neben der Trafostation und wenige Meter weiter auf dem jetzigen Spielplatz, schreibt Feil im Brief an die Anwohner. Und weiter: „Da derzeit ein Spielgerät beschädigt ist, möchten wir dies als Anlass nehmen, diese Option näher zu prüfen.“ Insgesamt könnten so rund 25 zusätzliche Parkplätze entstehen, präzisiert der Bürgermeister auf Nachfrage unserer Zeitung. Nun sei die Meinung der Anlieger gefragt: Soll vor allem der Spielplatz für Parkplätze geopfert werden?

„Uns ist bewusst, dass ein nahe gelegener Spielplatz für die Wohnqualität von Bedeutung ist“, heißt es in dem Brief. Allerdings könne die Gemeindeverwaltung nicht beurteilen, wie häufig der Spielplatz genutzt werde und ob der Waldspielplatz als Ersatz geeignet wäre. Dieser ist rund 500 Meter entfernt. „Andererseits beeinträchtigt auch ein nicht ausreichendes Parkplatzangebot die Wohnqualität“, meint Feil und bittet die Anwohner um ihre Meinung. Durch die Umfrage hofft er zu erfahren, wie „groß der Leidensdruck“ tatsächlich ist.

Karl Trinkner hat sich schon eine Meinung gebildet: Er findet es gut, dass die Gemeinde mehr Parkplätze schaffen will, hält die vorgeschlagenen Standorte aber für ungeeignet. Vor allem, dass der Spielplatz geopfert werden soll, ärgert ihn. Mit Blick auf die Umfrage fragt er: „Traut sich die Gemeindeverwaltung nicht, die Entscheidung im Alleingang zu treffen? Scheut man öffentliche Kritik ob der unpopulären Entscheidung? Will man den Schwarzen Peter von der Gemeindeverwaltung auf die Anlieger abwälzen oder wenigstens mit anderen teilen?“

Trinkner sieht auch noch andere Optionen für zusätzliche Parkplätze: Möglich wären diese zum Beispiel auf dem Grundstück an der Löfflerstraße, das die Gemeinde bebauen will (wir berichteten). Laut Trinkner könnten dort 65 Parkplätze geschaffen werden, der Fußweg zur Gemeindehalle betrage etwa 100 Meter. Allerdings gibt es von dort aus für die Autofahrer keine direkte Verbindung zur Halle, und die Besucher müssten die Freudentaler Straße überqueren. Als zweite Möglichkeit bringt Trinkner den bisherigen Freibadparkplatz ins Spiel, der ebenfalls für Wohnbebauung vorgesehen ist. „Seitens der Gemeindeverwaltung blieben diese Optionen bisher unerwähnt – schließlich müssten dafür wertvolle Bauplätze geopfert werden“, sagt Trinkner.

Bürgermeister Feil sieht das anders: Gerade der ehemalige Freibadparkplatz stehe den Besuchern theoretisch schon jetzt zur Verfügung – allerdings werde er bei Veranstaltungen in der Gemeindehalle bisher nicht als Parkplatz genutzt. Darüber hinaus dämpft er die Hoffnung, das Parkproblem dauerhaft aus der Welt zu schaffen: „Bei Großveranstaltungen gibt es nie ausreichend Parkplätze.“

Christina Kehl
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