Freudental | 15. September 2017

Beschwerden über Feuerwerk im Schlosspark

Einige Freudentaler fühlen sich gestört – Bisher bei fünf Hochzeiten in diesem Jahr – Gemeinderat hat das Thema im Blick

Einige Freudentaler fühlen sich vom Feuerwerk im Freudentaler Schlosspark gestört. Fotomontage: LKZ
Einige Freudentaler fühlen sich vom Feuerwerk im Freudentaler Schlosspark gestört. Fotomontage: LKZ

Das Freudentaler Schloss wird als Veranstaltungsort immer beliebter – viele Brautpaare feiern hier mittlerweile ihre Hochzeit, aber auch größere Geburtstage finden statt. Immer mal wieder gibt es abends dann auch ein Feuerwerk im Schlossgarten, ein Höhepunkt dieser Veranstaltungen – allerdings ein Ärgernis für einige Freudentaler, die sich unter anderem durch den Lärm belästigt fühlen. Auch die Tiere im Schlosspark würden darunter leiden, argumentieren die Kritiker, die auch die Feinstaubproblematik ins Spiel gebracht haben.

Einige Freudentaler hätten ihn schon darauf angesprochen, bestätigt Bürgermeister Alexander Fleig im Gespräch mit unserer Zeitung, ein Großteil der Bevölkerung habe aber nichts dagegen einzuwenden. Grundsätzlich gelte, dass im Sommer das Feuerwerk bis 22.30 Uhr abgebrannt sein müsse, in den anderen Jahreszeiten liege die Frist bei 22 Uhr. Zudem müsse ein Fachmann das geplante Feuerwerk mindestens zwei Wochen vor der Veranstaltung bei der Gemeinde melden. „So können wir die Bevölkerung rechtzeitig darüber informieren“, erläutert Fleig und betont, dass diese Auflagen auch sehr gut eingehalten würden. Zwar nehme man die Bedenken einzelner Bürger ernst, allerdings rede man nur über eine sehr geringe Anzahl an Feuerwerken, erklärt der Bürgermeister.

Genau bei fünf Veranstaltungen habe es in diesem Jahr ein Feuerwerk gegeben, sagt Schlossverwalterin Christa Blaschke auf Nachfrage. Zum Vergleich: Insgesamt 25 Hochzeiten und größere Geburtstagsfeiern fanden in diesem Zeitraum im Schloss statt. „Es knallt nicht jedes Wochenende“, stellt Blaschke klar. Allerdings weiß sie auch, dass einige Freudentaler ein „besonderes Auge auf uns haben“. Deshalb betont die Schlossverwalterin: „Natürlich machen wir uns zu dem Thema Gedanken, schließlich wollen wir ein gutes Verhältnis zur Nachbarschaft haben.“ Mit Einschränkungen tut sie sich aber trotzdem schwer: „Als Vermieter könnten wir die Anzahl der Feuerwerke begrenzen, aber wer bekommt es dann genehmigt und wer nicht?“, fragt Blaschke und sieht deshalb die Gemeinde am Zug.

Im Gemeinderat ist das Thema längst angekommen – ähnlich wie in der Bevölkerung gibt es hier unterschiedliche Meinungen. Während einige Räte die Kritiker unterstützen, finden es andere Ratsmitglieder gut, dass endlich wieder mehr Leben im Schloss ist und sehen darin auch Vorteile für die Gemeinde. Bürgermeister Fleig will das Thema weiter beobachten und wenn nötig im Gemeinderat beraten. Dann könnte man darüber diskutieren, die Anzahl der Feuerwerke zu begrenzen oder diese gar ganz zu verbieten. „Ob das aber die richtige Gangart ist, bezweifle ich“, sagt Fleig offen. Er ist vielmehr zuversichtlich, eine vernünftige Regelung mit dem Schlosseigentümer zu finden.

Christina Kehl
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