Ludwigsburg | 06. Dezember 2017

Blanke Nerven bei Autofahrern

Kilometerlange Staus wegen Bauarbeiten an Neckarbrücke in Neckarweihingen

Die Verengung auf eine Fahrbahn auf der Neckarbrücke sorgte für ein Verkehrschaos. Foto: Holm Wolschendorf
Die Verengung auf eine Fahrbahn auf der Neckarbrücke sorgte für ein Verkehrschaos. Foto: Holm Wolschendorf

35 Minuten vom Ortseingang aus Marbach kommend bis zur Neckarbrücke – das war gestern in Neckarweihingen keine Seltenheit. Bis nach 16 Uhr war die Fahrbahn auf der Neckarbrücke auf eine Fahrspur für beide Richtungen verengt. Eine Ampel regelte den Verkehr – und sorgte dafür, dass in beiden Richtungen lange Staus entstanden.

Grund dafür waren die Sanierungsarbeiten an der Brücke. Gestern wurde eine Deckschicht auf die Fahrbahn aufgetragen, teilte das Regierungspräsidium, das für die Sanierung verantwortlich ist, auf Nachfrage mit. „Dabei muss ein gewisser Abstand zu den Arbeitern eingehalten werden“, sagte Sprecherin Katja Lumpp. Damit dieser Abstand eingehalten werden konnte, musste die Fahrbahn verengt werden. „Es ist schlichtweg unmöglich, ohne Beeinträchtigungen die Brücke zu sanieren“, so die Sprecherin. „Wir versuchen, Staus zu vermeiden, wo es nur geht. Aber wir können nur unser Möglichstes tun.“

Den Autofahrern ist das kein großer Trost. Mehrere verärgerte Autofahrer meldeten sich bei uns, wie auch Christopher Pach. „Für eine Fahrstrecke von 20 Minuten benötigt man aktuell fast zwei Stunden. Dies ist nicht tragbar. Selbst die Busse lassen die Fahrgäste einfach aussteigen, diese laufen die Strecke und sind wesentlich schneller unterwegs“, berichtete er uns.

Auch in Facebook schlägt das Thema hohe Wellen. „Ist schon zum Kotzen. 25 Minuten stehen nur an der Lechtstraße“, schrieb Tanja Rommel und: „Glaub, ich werde Ludwigsburg meiden.“ Oliver Staubi wiederum fragte sich: „Was ist, wenn jemand in Neckarweihingen einen Notarzt oder Krankenwagen braucht? Der kommt ja auch nicht durch.“

Die Verengung sei von neun bis 16 Uhr genehmigt worden, teilte Baubürgermeister Michael Ilk auf Nachfrage mit. „Wir hätten die Arbeiten lieber auf einen Samstag gelegt. Dann sind die Leute entspannter, weil sie nicht pünktlich im Büro sein müssen“, sagt er. Allerdings hätte die Firma an einem Samstag keinen Asphalt bekommen können. Auch sei mit einem Dienstag ein Wochentag ausgewählt worden, bei dem weniger Autos auf den Straßen sind. „Am Montag und Freitag kommen die Wochenendpendler in die Stadt, dann ist der Verkehr noch stärker.“

Ab Freitag wird die Brücke nun auch für Fußgänger wegen Leitungsarbeiten bis zum 23. Dezember gesperrt. Um dennoch über den Neckar zu kommen, gibt es Freifahrten in den Buslinien 421 und 430 zwischen den Haltestellen Lechtstraße und Neckarbrücke.

Die Autofahrer können bald aufatmen: Kurz vor Weihnachten soll es eine Baupause geben. Alle drei Fahrspuren sollen dann wieder befahren werden können und auch die Sperrung für Fußgänger wird aufgehoben. Ende März wird die letzte Bauphase beginnen. Auch dann sollen alle drei Fahrspuren zur Verfügung stehen.

Lisa Nack
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