kornwestheim | 21. Juni 2018

Bürger kritisieren Erschließung für W&W

Protest aus Ludwigsburg findet in Kornwestheim kein Gehör – „Die meisten Mitarbeiter nehmen die B 27“

Am Stadtrand von Kornwestheim, an der Grenze zu Ludwigsburg, entsteht der neue Campus von Wüstenrot&Württembergische (W&W). Nach der Fertigstellung soll es dort Arbeitsplätze für 4700 Menschen geben. Neu geregelt werden muss deshalb auch die verkehrliche Anbindung.

So sollen unter anderem ein Kreisverkehr und ein Radweg angelegt werden. Entsprechend geändert werden muss der für diesen Bereich geltende Bebauungsplan. Die Kornwestheimer Stadträte im Ausschuss für Umwelt und Technik stimmten einstimmig für den vorgelegten Entwurf.

Allerdings gibt es nicht nur Befürworter: Im Rahmen der öffentlichen Auslegung sind zehn Stellungnahmen von Ludwigsburger Bürgern abgegeben worden. Darin bringen sie ihre Befürchtung zum Ausdruck, dass durch den Kreisel an der Einmündung zur Straße „Im Tambour“ der Verkehr von W&W – die Rede ist von 2900 Parkplätzen – auf die Hohenzollernstraße geleitet wird.

Die Bürger aus der Südstadt fordern deshalb, eine weitere Ausfahrt in westlicher Richtung zur Ludwigsburger Straße zu bauen. „Weiterhin wehren wir uns gegen die morgendlichen und abendlichen Staus, die durch die einseitige Verkehrsführung schon vorhanden sind und künftig noch verstärkt werden“, verweisen die Kritiker auf die steigende Mitarbeiterzahl bei W&W. Die Bürger kritisieren, dass durch den Bebauungsplan die Lasten einseitig auf das Stadtgebiet von Ludwigsburg verlagert würden und damit gegen die Grundsätze eines fairen Ausgleichs verstoßen werde.

Die Kornwestheimer Stadtverwaltung will jedoch an ihren Plänen festhalten. „Wir sind gegen eine zusätzliche Ausfahrt“, betonte Baubürgermeister Daniel Güthler. Er argumentierte, dass die meisten Beschäftigten direkt über die Bundesstraße 27 und die Ausfahrt Autokino und nicht über die Hindenburgstraße zu ihrem Arbeitsplatz fahren werden.

In einer Stellungnahme wird außerdem auf die Bemühungen verwiesen, den öffentlichen Nahverkehr sowie den Radverkehr zu stärken. So soll direkt vor dem Eingangsbereich von W& W eine Bushaltstelle entstehen und ein neuer Radweg auf der Ostseite des Firmengeländes gebaut werden. Auch auf eine Verkehrsuntersuchung der BS Ingenieure Ludwigsburg wird verwiesen. Demnach verstoßen die Planungen nicht gegen die Grundsätze des fairen Ausgleichs.

von marion Blum
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