danyiom mesmer
Ludwigsburg | 18. August 2017

Das internationale Echo fest im Blick

„Es gibt keinen Grund für mich, abzuheben.“ Dabei hätte Danyiom Mesmer allen Grund dazu. Seit zwei Wochen ist seine Debüt-Single „Echo“ auf dem Markt, das Video dazu ist zwei Tage alt, das Medienecho groß. Doch der 18-Jährige liebt sein Ludwigsburg – nur Los Angeles könnte ihn locken.

Sehr cool: Danyiom Mesmer bei den Dreharbeiten zum Video in Miami.
Sehr cool: Danyiom Mesmer bei den Dreharbeiten zum Video in Miami.
Henning Wehland führte ihn vor drei Jahren als Coach zum Sieg bei „The Voice Kids“ und hat Danyiom Mesmer seitdem eng auf seinem Weg in die Musikwelt begleitet. Erst vor drei Tagen trafen sie sich in Mannheim, um die nächsten Schritte zu besprechen.Fotos: privat
Henning Wehland führte ihn vor drei Jahren als Coach zum Sieg bei „The Voice Kids“ und hat Danyiom Mesmer seitdem eng auf seinem Weg in die Musikwelt begleitet. Erst vor drei Tagen trafen sie sich in Mannheim, um die nächsten Schritte zu besprechen.Fotos: privat

„Ludwigsburg ist perfekt.“ Völlig entspannt sitzt Danyiom Mesmer vor dem Café Baron, der Kellner weiß auch ohne Bestellung, was er will: Rhabarberschorle. Die Dreadlocks zum Zopf gebunden, ist der 18-Jährige in T-Shirt und Shorts die paar Meter von zu Hause rübergeschlendert. Er schaut zum Markttreiben, lehnt sich zurück. „Ludwigsburg hält einen voll am Boden.“

Verändert hat er sich, ist älter geworden, seine Stimme erwachsen. Doch irgendwie ist es derselbe Danyiom wie 2014, als er mit seinem Coach Henning Wehland „The Voice Kids“ gewann. „Es gibt keinen Grund für mich, abzuheben.“ Dabei ist so viel passiert, dass er sich manchmal selbst wundert, wie sehr er bei sich bleibt. „Erst dachte ich, vielleicht verstehe ich das Business nicht. Aber ich bin da voll drin.“

Nach dem Schulabschluss gab es musikalische Experimente, manche geglückt, manche nicht, dann der Vertrag mit Sony: die Single „Echo“, seit Mittwoch das dazugehörige Video, gedreht in Miami. „Das war ganz ich, da gab es auch keine Choreografie für’s Tanzen oder so.“ Der Song vom Jungen, der aus einer kleinen Stadt kommt, ist wie für ihn und diesen Sommer gemacht. Am Sonntag geht es wieder nach Berlin, Songs schreiben und aufnehmen. 30 hat er beieinander, lässt sich aber bewusst Zeit mit dem Album: „Nur mit drei davon würde ich wirklich rausgehen.“

Seit Veröffentlichung der Single wurde „Echo“ bei Spotify schon 200 000-mal runtergeladen, bei seinem Auftritt bei der SWR-Landesschau mit Mama Elilta verdoppelte sich die Zuschauerzahl von 200 000 auf 400 000. Bei BigFM, Das Ding, auf NDR oder Bayern 3 lief sein Song schon, Sony erwartet mit dem Video einen deutlichen Zuwachs. Auf Instagram hat er 35 000 Fans, auf Facebook 20 000. Musik sei für ihn der einzig richtige Weg, sagt Danyiom, „aber ich werde nichts überstürzen“. Justin Bieber, der auf Youtube begann und heute Hallen füllt, ist sein großes Vorbild. „Ich will groß werden, aber ich würde nicht jeden Mist tun, um bekannter zu werden.“

Für seine Freunde findet er immer noch Zeit, seine Familie und Mama Elilta sind ihm immens wichtig. Und Gott: „Ich habe einen tiefen Glauben.“ Den Gang in die Kirche braucht er dafür nicht, „aber ich vertraue Gott. Vielleicht bin ich deswegen so gechillt.“ Und wohl auch, weil er mit Henning Wehland einen an der Seite hat, der wie er auf dem Boden geblieben ist. Mit ihm hat er sich am Dienstag in Mannheim getroffen, wo Wehland – selbst auf Tour – mit den Söhnen Mannheims arbeitet. „Er ist wie ein Bro (Bruder).“ Berät ihn, kommt mit zu Meetings, trifft sich mit ihm in Berlin zum Essen.

Auch von seinem neuen Laden in der Eberhardstraße, der „Corna“ (nach Corner für Ecke) heißen soll, sei er angetan gewesen. Danyiom ist begeistert. „Krass. Ein Store in Hometown!“ Und hat viel zu tun. Er hat in Ludwigsburg Partner gefunden, die mit ihm seine Kollektion verwirklichen wollen. Und in sechs Wochen kommt ein weiterer Song auf den Markt, „das bin dann wirklich ich“. R‘n‘B eben. Es geht um die Liebe, auch wenn das richtige Mädchen noch nicht aufgetaucht ist. In Clubs geht er schon ab und zu. Er lächelt. „Aber ich hab grad keine Lust und eh nicht viel Zeit.“

Ohne Ludwigsburg geht es nicht, „und Berlin ist ein bisschen zu groß für mich“. Nur ein Ort, der steht ganz groß auf seiner Karte: Los Angeles. Das erklärte Ziel ist es, den Markt in den USA zu erobern. „Irgendwann werde ich mit meiner Mutter nach LA ziehen.“ Justin Bieber wohnt übrigens auch schon dort.

von janna werner
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