Winzerfest
Besigheim | 16. September 2017

Die Stadt ist im Ausnahmezustand

Mit lautem Donnerhallen und einer Besonderheit ist gestern Abend das Besigheimer Winzerfest eröffnet worden: Zum ersten Mal wurde keine neue Weinprinzessin inthronisiert – denn Janina Weisl wird die Krone zwei weitere Jahre tragen. Vergeben wurden zum Winzerfest-Auftakt auch wieder die Weinorden.

Um den Wein verdient gemacht: Bürgermeister Steffen Bühler hält eine Rede auf Walter Ziegler, der den Weinorden verliehen bekommt. Mit dabei sind auch Weinprinzessin Janina und die Besigheimer Schultesgruppe. Fotos: Ramona Theiss
Um den Wein verdient gemacht: Bürgermeister Steffen Bühler hält eine Rede auf Walter Ziegler, der den Weinorden verliehen bekommt. Mit dabei sind auch Weinprinzessin Janina und die Besigheimer Schultesgruppe. Fotos: Ramona Theiss
Beste Stimmung bei der Winzerfest-Eröffnung auf dem Kelterplatz: Der Freiwein ist bei den Besuchern besonders beliebt.
Beste Stimmung bei der Winzerfest-Eröffnung auf dem Kelterplatz: Der Freiwein ist bei den Besuchern besonders beliebt.

Bis zum Montagabend befindet sich die Stadt im Ausnahmezustand – es ist wieder Winzerfest-Zeit. Mit kräftigen Krachern gaben die Sportschützen Bürgermeister Steffen Bühler das Signal, das Fest der Feste zu eröffnen, die Stadtkapelle stimmte musikalisch ein. Normalerweise wird dann die neue Besigheimer Weinprinzessin inthronisiert – doch dieser Programmpunkt fehlte diesmal. Denn, wie berichtet, behält die amtierende Weinhoheit Janina Weisl ihr Amt. Das gab es bisher noch nie in der Geschichte des Winzerfestes. „Janina hat ihre Sache in den letzten beiden Jahren so gut gemacht, dass das für uns keine Frage war. Sie hat sich auch sehr in ihre Termine eingebracht und Gefallen an diesem Amt gefunden“, betonte Schultes Bühler. Janina werde die Stadt und den Wein der Felsengartenkellerei deshalb auch in den nächsten beiden Jahren charmant und kompetent repräsentieren.

Sie sei dankbar für die vielen schönen Momente in den zwei Jahren ihrer Amtszeit, betonte die Weinprinzessin. Sie habe viele tolle Erlebnisse gehabt, der Wein habe ihr viele Tage vergoldet. „Deshalb ist es mir eine Herzenssache, die Stadt, den Wein und die Kellerei zwei weitere Jahre zu repräsentieren“, sagte Janina.

Zum Auftakt des Winzerfestes werden traditionell auch die Weinorden verliehen. Ausgezeichnet für ihre Verdienste um den Württemberger Wein, die Stadt und die Felsengartenkellerei wurden in diesem Jahr Walter Ziegler, der langjährige erste Vorsitzende des Liederkranzes Ottmarsheim, sowie René und Nicole Goutorbe aus Besigheims französischer Partnerstadt Ay. Die beiden Franzosen waren gestern aber noch nicht in der Stadt. Ihre Orden bekommen sie in den nächsten Tagen überreicht.

Walter Ziegler habe viele Jahre federführend das Ottmarsheimer Weindorf organisiert, das im August 2015 zum achten Mal stattfand. Er setze sich sehr für die Pflege der Ottmarsheimer Dorfgemeinschaft ein und sei auch der federführende Organisator der Ottmarsheimer Stadtteilfeste und zuletzt beim großen Jubiläumsfest „1250 Jahre Ottmarsheim“, begründete der Bürgermeister die Auszeichnung.

René und Nicole Goutorbe seien die maßgeblichen Organisatoren der Champagnerprobe, die seit 1990 alle zwei Jahre und somit im nächsten Jahr bereits zum 15. Mal in der Stadthalle Alte Kelter stattfinde. Beide setzten sich sehr für die Pflege der Städtepartnerschaft zwischen Ay-Champagne und Besigheim ein und hätten kaum eine Partnerschaftsbegegnung oder ein Winzerfest versäumt.

Bühler kam bei der Eröffnung auf die ganz besondere Atmosphäre des viertägigen „Festes ganz im Zeichen des Weines“ zu sprechen, das eine große Gemeinschaftsleistung vieler Organisationen, Vereine, Kirchengemeinden, Verbände und der Felsengartenkellerei sei. „Ohne deren Unterstützung geht es nicht.“ Der Schultes dankte deshalb allen, die vor und hinter den Kulissen „für diese besonderen vier Tage arbeiten und sich einsetzen.“ Der Vorstandsvorsitzende der Felsengartenkellerei, Dr. Götz Reustle, erinnerte daran, dass die Wengerter jetzt eigentlich gar keine Zeit hätten, zu feiern. Denn die Weinlese ist schon in vollem Gange. „Trotzdem werden wir die vier Tage jetzt hier in vollen Zügen genießen“, sagte Reustle.

Christina Kehl
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