wellarium
steinheim/Murr | 28. Oktober 2017

Grünes Licht für große Sanierung

Für etwas mehr als drei Millionen Euro sollen die Gebäude des Wellariums saniert, zum Teil aber auch komplett erneuert werden.

Gastro- und Personalbereich stehen im Zentrum der kommenden Sanierung. Der Trakt soll abgerissen und durch einen Neubau ersetzt werden.Foto: Bürkle
Gastro- und Personalbereich stehen im Zentrum der kommenden Sanierung. Der Trakt soll abgerissen und durch einen Neubau ersetzt werden.Foto: Bürkle

Die Detailplanung kann beginnen. Nachdem die Gemeinderäte von Steinheim und Murr bereits zugestimmt hatten, die Bestandsgebäude des Wellariums zu sanieren beziehungsweise zu erneuern, gab nun auch der Gemeindeverwaltungsverband (GVV) der beiden Kommunen als Betreiber des Freibads sein Okay. Jetzt ist es am Büro Richter + Rausenberger, einen Entwurf zu erstellen. In der GVV-Sitzung am Donnerstagabend erläuterten Architektin Julia Leibinger und Verfahrenstechniker Jochen Rausenberger den Sanierungsbedarf.

„Die Holzkonstruktion des Dachs ist marode, vor allem im Gastrobereich“, erklärte Leibinger. Zudem habe ein Gutachter festgestellt, dass sie mit Schadstoffen belastet sei. In den 40 Jahren, die das Bad bestehe, sei das Gebälk noch nie saniert worden. 550 000 Euro würde eine Instandsetzung kosten, 620 000 ein Neubau des Daches. „Die Differenz ist gar nicht so groß“, legte Leibinger den Kommunalpolitikern einen Neubau ans Herz, für den sich auch bereits die Gemeinderäte von Steinheim und Murr ausgesprochen haben (wir berichteten).

Handlungsbedarf besteht aber auch in den darunterliegenden Gebäudeteilen. Der Sanitärbereich sei zwar weitestgehend in Ordnung, entspreche aber nicht mehr in allen Punkten den inzwischen gültigen Anforderungen. So gebe es weder eine Toilette noch eine Umkleide für Menschen mit Behinderung. Des Weiteren sei der Erste-Hilfe-Raum zu klein und für die Mitarbeiter stehe nur ein Zimmer ohne Tageslicht und Wärmedämmung als Büro zur Verfügung. Noch schlechter ist es um den Gastrobereich bestellt. Dessen Technik sei veraltet. Rausenberger: „Das Hausanschlusskabel ist zu schwach, der Schaltschrank erneuerungsbedürftig, da man ihn nicht mehr umbauen kann.“

Darüber hinaus müssten Kühlzellen ersetzt werden und eine Lüftungsanlage mit Zu- und Abluft für die Küche werde benötigt. Auch die Heizung, die Solarabsorberanlage für die Erwärmung des Beckenwassers, die Solaranlage selbst, die Dachentwässerung sowie Sanitär- und Elektroinstallationen müssten ausgetauscht werden, zählte der Verfahrenstechniker auf.

Der Vorschlag der beiden Fachleute, der ebenfalls in den Gemeinderäten schon Zustimmung gefunden hat: Den Gastrobereich in einem ersten Bauabschnitt für rund 1,75 Millionen Euro neu bauen, den Umkleidebereich in einem zweiten Bauabschnitt lediglich neu aufteilen für 1,33 Millionen Euro.

Damit der Badebetrieb möglichst nicht beeinträchtigt wird, sei es sinnvoll, direkt nach der nächsten Saison im September 2018 mit dem ersten Bauabschnitt zu beginnen, um im Mai 2019 fertig zu sein. Im September 2019 könne dann der zweite Abschnitt bis Mai 2020 folgen. Dies gelinge aber nur, wenn bis spätestens Juli 2018 die Auftragsvergabe erfolgt sei. „Das ist knackig, aber machbar“, sagte Julia Leibinger.

„Der Zeitplan ist sportlich, aber einzuhalten“, kommentierte der GVV-Vorsitzende und Murrer Bürgermeister Torsten Bartzsch.

von luitgard Schaber
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