Ludwigsburg | 15. September 2017

Handball-Mini-WM: Verlosung

Ludwigsburg. Es bedurfte nicht viel Fantasie um schon vorab zu wissen, welches Land die jungen Handballer aus dem Landkreis Ludwigsburg und darüber hinaus bei der Handball-Mini-WM der Ludwigsburger Kreiszeitung am liebsten sein wollen: Deutschland, riefen die Jungs und Mädchen einhellig, als LKZ-Verlagsleiter Christian Maron gestern Abend bei der Auslosung für das Nachwuchsturnier, nach deren Vorliebe fragte.

Die Glücksfeen aus Bietigheim: Kim Naidzinavicius (vorne) und Antje Lauenroth.
Die Glücksfeen aus Bietigheim: Kim Naidzinavicius (vorne) und Antje Lauenroth.
LKZ-Verlagsleiter Christian Maron (l.) verkündet die frohe Botschaft: Den TSF Ditzingen (r.) wird Deutschland zugelost.Fotos: Holm Wolschendorf
LKZ-Verlagsleiter Christian Maron (l.) verkündet die frohe Botschaft: Den TSF Ditzingen (r.) wird Deutschland zugelost.Fotos: Holm Wolschendorf

Alle wollen Deutschland sein

24 Teams spielen am 11. und 12 November, drei Wochen vor der Weltmeisterschaft der Frauen in Deutschland den Titel schon einmal aus. Das Turnier in Möglingen wird in den gleichen Gruppen gespielt wie die richtige WM. Und dazu wurde jede Nachwuchsmannschaft einem Land zugelost.

Die Hoffnung auf Deutschland zerschlug sich für viele Vereine aber schon früh, als Antje Lauenroth und Kim Naidzinavicius den TSF Ditzingen das Gastgeberland im gleichen Durchgang aus der Los-Schale zogen.

Die beiden Bietigheimer Bundesliga- und Nationalspielerinnen hatten nicht nur die Rolle als Glücksfeen übernommen, sondern stellten sich auch den Fragen der jungen Handballer. Und während die jungen und Mädchen bei der Auslosung noch eher zurückhaltend waren, ließen sie bei der Fragerunde ihrer Neugier freien Lauf.

„Braucht man als Profi-Handballer gute Noten?“, wollte etwa ein Junge wissen und erntete erst einmal ein verblüfftes Lachen. Dann besannen sich beide schnell auf ihre Vorbildfunktion und wurden ernst. „ Es ist wichtig, dass man sich neben dem Sport auch auf die Schule konzentriert“, gab Kim Naidzinavicius dem Nachwuchs mit auf den Weg.

Und als in einer der nächsten Fragen, das Gehalt von Profi-Handballerinnen zum Thema wurde, konnten sie die pädagogischen Bemühungen noch etwas ausbauen. Man könne zwar während der Zeit als Spitzensportlerin ganz gut davon leben, müsse aber danach einen normalen Beruf haben, erklärte Antje Lauenroth. Die 28-Jährige hat schon heute einen und arbeitet als einzige in der Bundesligamannschaft der SG BBM noch neben dem Handball. Was sie beruflich macht, errieten die Nachwuchshandballer auf die Frage von Maron allerdings nicht. Bankangestellte oder Mitarbeiterin der LKZ vermuteten die Kids, lagen damit aber falsch. Lauenroth ist Kriminalkommissarin und geht, wenn sie nicht zum Training oder bei Spielen in der Halle steht, in Ludwigsburg und Umgebung auf Verbrecherjagd.

Die beiden Handballerinnen, die gemeinsam schon vor neun Jahren Junioren-Weltmeisterinnen geworden sind, können 32 der Mini-WM-Teilnehmer am kommenden Wochenende in Aktion erleben. Denn bei der Auslosung gab es für vier Teams je acht Karten für das Doppel-Heimspiel der SG BBM in der Ludwigsburger MHP-Arena zu gewinnen. Am kommenden Sonntag spielen zunächst die Bietigheimer Männer in der 2. Bundesliga, anschließend die Erstliga-Frauen im Derby gegen Göppingen.

Die Tickets bekamen die Mannschaften, die als jeweils Letzte einer der vier Vorrunden-Gruppen zugelost wurden. Gewonnen haben SG Tamm alias Schweden, TV Möglingen (China), SV Salamander Kornwestheim (Russland) und die HG Steinheim/Kleinbottwar, deren Betreuerinnen sich begeistert zeigten, dass dem Team Spanien zugelost wurde.

Bei der Mini-WM sind, wie bei der Mini-EM der Fußballer, nicht nur die jungen Sportler, sondern auch deren Fans gefordert. Für die größte und kreativste Unterstützer-Gruppe gebe es auch in diesem Jahr einen Preis, kündigte Christian Maron an. Bei allem sportlichen Ehrgeiz stehe der Spaß für alle im Vordergrund, betonte der LKZ-Verlagsleiter.

Mit sechs schon in der Halle

Spaß beim Handball haben offenbar auch die beiden Top-Spielerinnen der SG BBM. Denn beide sind ihrem Sport seit mehr als 20 Jahren treu. Wie sie auf Nachfrage der Kinder bekannten, haben sie mit dem Handball spielen schon mit sechs oder sieben Jahren begonnen. Ganz genau konnte sich weder Antje Lauenroth noch Kim Naidzinavicius an ihr erstes Spiel erinnern. Gemeinsam ist aber beiden, dass sie in Sachen Handball familiär vorbelastet sind. Und beide verbindet nicht nur der Sieg bei der Junioren-WM, sondern auch die gemeinsame Zeit bei der HSG Bensheim/Auerbach. Seither seien sie auch außerhalb der Halle dicke Freundinnen, bekannten sie.

Infos: lkz.de/handball

Jürgen Schmidt
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