Treibstoff
Ludwigsburg | 09. November 2018

Hohe Spritpreise trotz sinkender Rohölpreise

Versorgungsengpässe sind in der Region bei Benzin, Diesel und Heizöl wegen Lieferproblemen nicht zu erwarten

Aus einem Tankrüssel an einer Tankstelle tropft Treibstoff. Foto: Oliver Berg/dpa
Aus einem Tankrüssel an einer Tankstelle tropft Treibstoff. Foto: Oliver Berg/dpa

Wer mit dem Auto an die Tankstelle fährt, um Diesel oder Super zu tanken, oder etwa seinen Heizöltank füllt, mag sich über die hohen Energiepreise ärgern. Vollzutanken ist in Ludwigsburg bei Literpreisen von knapp 1,49 bis 1,53 Euro für Diesel, 1,56 bis 1,57 Euro für Super E10 und zwischen 1,60 und 1,63 Euro für Super E5 ein teurer Spaß. Angst davor, dass den Tankstellen wegen den aus den niedrigen Pegelständen der Flüsse resultierenden Lieferengpässen der Sprit ausgeht, braucht man derzeit nicht zu haben. „Wir haben Sprit in den Tanks“, heißt es bei Ludwigsburger Tankstellen. Details zu ihrer Versorgungslage gibt es nicht.

Dem Vernehmen nach soll es im Kreis einzelne freie Tankstellen geben, die über Lieferengpässe klagen. „Von Leerständen im Großraum Stuttgart habe ich nichts gehört“, sagt dazu Stephan Zieger, Geschäftsführer des Bundesverbands Freier Tankstellen. „Wir kriegen das hin, trotz der großen Nachfrage.“ Transportkapazitäten seien im Südwesten jedenfalls ausreichend vorhanden. Die Transportpreise seien jedoch gestiegen, da die Tankschiffe auf dem Rhein bestenfalls halb so viel Benzin, Diesel oder Heizöl transportieren könnten. Engpässe könne es jedoch in Rheinland-Pfalz, Hessen und Nordrhein-Westfalen geben, Regionen also entlang des Rheins. Zudem könnten die Autofahrer in den betroffenen Gebieten durch ihr Tankverhalten die Situation beeinflussen. „Sie tanken aus Furcht vor einem leeren Tank früher als sonst.“

Die Durchschnittspreise für Diesel und Heizöl sind binnen Jahresfrist deutlich gestiegen. Kostete ein Liter Diesel im November 2017 noch etwa 1,18 Euro je Liter, muss man heute bis zu 1,53 Euro hinlegen. Noch stärker ist der Anstieg beim Heizöl – trotz sinkender Rohölpreise: Mitte Februar kosteten 100 Liter im Schnitt noch 57,56 Euro, gestern je nach Abnahmemenge zwischen 100 Euro und fast 115 Euro. Und nicht wenige Anbieter weisen wegen der aktuell hohen Nachfrage auf Lieferverzögerungen hin.

Hubert Dreher
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