Bürgermeisterwahl
Gemmrigheim | 28. Februar 2018

Kandidaten versprechen Bürgernähe

Die Gemmrigheimer wählen am kommenden Sonntag ihren neuen Bürgermeister. Gestern Abend präsentierten sich die Kandidaten bei der Podiumsdiskussion unserer Zeitung zum letzten Mal in der Öffentlichkeit – und versprachen durch die Bank mehr Bürgernähe.

Kreisredaktionsleiter Stephan Wolf (links) und Redakteurin Britta Slusar (rechts) fühlten den Bürgermeisterkandidaten Tobias Lichter (von links), Ulrich Raisch, Joachim Koch, Jörg Frauhammer und Helmut Heilig auf den Zahn. Foto: Ramona Theiss
Kreisredaktionsleiter Stephan Wolf (links) und Redakteurin Britta Slusar (rechts) fühlten den Bürgermeisterkandidaten Tobias Lichter (von links), Ulrich Raisch, Joachim Koch, Jörg Frauhammer und Helmut Heilig auf den Zahn. Foto: Ramona Theiss

Der Gemmrigheimer Bürgermeisterposten ist begehrt. Gleich sechs Kandidaten treten an, um am kommenden Sonntag die Nachfolge von Monika Chef anzutreten. Die Amtsinhaberin hatte nach 24 Dienstjahren auf eine erneute Kandidatur verzichtet.

Das öffentliche Interesse ist groß: Nach einem munteren Wahlkampf wollten sich gestern rund 300 Besucher bei der Podiumsdiskussion unserer Zeitung in der Festhalle im Wörth eine abschließende Meinung über ihren Favoriten bilden. Nur Friedhild Miller fehlte. Die Familienhelferin aus Sindelfingen hat einen engen Terminplan: Sie kandidiert zeitgleich in etwa 50 weiteren Städten und Gemeinden. Die Demokratie müsse solche Dauerkandidaten aushalten, antwortete Ulrich Raisch auf die Frage von Moderator Stephan Wolf, der die Kreisredaktion der Ludwigsburger Kreiszeitung leitet. „Das ist auch professoral bestätigt“, meinte der Stuttgarter Musikpädagoge, der in Gemmrigheim selbst zum 37. Mal bei einer Bürgermeisterwahl auf dem Stimmzettel steht.

Nach einer lockeren Einführungsrunde fühlten Wolf und Redakteurin Britta Slusar den Bewerbern auf den Zahn und wollten wissen, welche Projekte die Kandidaten im Fall eines Wahlerfolgs zuerst vorantreiben würden. Die Antworten machten den Gemmrigheimern die Entscheidung nicht gerade leichter, da alle Bürgermeister in spe Bürgernähe und Bürgerbeteiligung höchste Priorität einräumten.

Er wolle Präsenz vor Ort zeigen, sich die Probleme der Bürger anhören und sie im Dialog lösen, versicherte Tobias Lichter, der sich als Teamplayer und guten Kommunikator bezeichnete. Derzeit ist der 28-Jährige als Kommunalbeamter in Mühlacker tätig. Neben seiner Führungsstärke könne er das Amt durch den Blick von außen und frische Ideen beleben.

Mit Erfahrung im Verwaltungsgeschäft könne er nicht punkten, räumte Helmut Heilig ein, nahm allerdings wie Lichter für sich in Anspruch, „frischen Wind von außerhalb“ einzubringen. „Ich bin nicht befangen“, betonte der Marbacher. Zudem gehe er Dinge als Hotelkaufmann und Energieelektroniker anders an als ein Verwaltungsfachmann. Auch er wolle auf die Bürger zugehen und in Sprechstunden ein offenes Ohr für deren Anliegen haben, versicherte der 30-Jährige.

Der Kontakt zu den Bürgern sei das A und O als Bürgermeister, meinte auch der Diplom-Verwaltungswirt Joachim Koch. Er werde in Einwohnerversammlungen Informationen über die Entwicklung der Gemeinde zur Verfügung stellen und sein Amt am Wohl der Bürger ausrichten. „Mein Ziel ist es, aus Betroffenen Beteiligte zu machen“, so der 45-Jährige aus Bietigheim-Bissingen.

Nicht den Blick von außen, sondern seine Verwurzelung in Gemmrigheim sieht Jörg Frauhammer, langjähriger Gemeinderat und stellvertretender Bürgermeister der Gemeinde, als seinen Vorteil. „Ich will die Bürger mehr beteiligen“, sagte der 53-jährige Diplom-Ingenieur. Zukunftsprojekte müssten langfristiger geplant und frühzeitiger diskutiert werden als in der Vergangenheit, „dann gibt’s auch keine zwölfminütigen Gemeinderatssitzungen mehr“.

Neben direktdemokratischen Elementen sei er offen für Anregungen aus dem ehrenamtlichen Bereich, hob Ulrich Raisch hervor. Eine noch wichtigere Rolle als bisher käme künftig sachverständigen Bürgern zu. „Je mehr Sachverständige es in einer Gemeinde gibt, umso besser – sei es innerhalb oder außerhalb des Gemeinderats“, so der 57-Jährige.

Frank Klein
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