Mobilität
Ludwigsburg | 13. Oktober 2017

Leihräder kommen im Frühjahr

Beim Angebot von Leihfahrrädern geht es voran, nächstes Jahr kommen Leihstationen mit 35 Fahrrädern in die Stadt. Sie sind Teil des neuen regionalen Verleihnetzwerks RegioRadStuttgart. Es soll im Frühjahr an den Start gehen. Betreiber ist die Bahn-Tochter Call a Bike.

Die Bahn-Tochter Call a Bike wird das Verleihnetz RegioRadStuttgart aufbauen. Mit roten Rädern betreibt das Unternehmen in Hamburg das Verleihnetz mit Namen Stadtrad Hamburg. Foto: DB
Die Bahn-Tochter Call a Bike wird das Verleihnetz RegioRadStuttgart aufbauen. Mit roten Rädern betreibt das Unternehmen in Hamburg das Verleihnetz mit Namen Stadtrad Hamburg. Foto: DB
Die Pedelec-Station am Bahnhof. Foto: Holm Wolschendorf
Die Pedelec-Station am Bahnhof. Foto: Holm Wolschendorf

Es hat viel länger gedauert als geplant, aber jetzt ist es so weit: Im Frühjahr kann ein einheitlicher Radverleih in 20 Städten der Region Stuttgart in Betrieb gehen. Auch Ludwigsburg ist mit sieben Verleihstationen dabei, ebenso Gerlingen mit drei neuen Standorten. Betreiber des Verleihnetzwerks mit der Bezeichnung RegioRadStuttgart ist die Bahn-Tochter Call a Bike. Der Vertrag der Kommunen mit dem Unternehmen hat eine Laufzeit von acht Jahren und acht Monaten.

In den 20 Kommunen, die sich am Regio-Radverleih beteiligen, sollen im Frühjahr zwischen März und Mai genau 94 Verleihstationen mit 685 Fahrrädern und 340 E-Fahrrädern (Pedelecs) an den Start gehen. Schwerpunkt des Systems ist Stuttgart mit 600 Fahrrädern und 150 Pedelecs, dort auch mit Lastenrädern sowohl in konventioneller als in E-Ausführung.

In Ludwigsburg sollen zum bestehenden Verleihstandort Bahnhof sechs neue Leihstationen dazukommen, allesamt mit jeweils fünf Fahrrädern ausgestattet – immer vier konventionelle Fahrräder und ein E-Fahrrad.

Um das Verleihsystem auf die Beine zu stellen, unterstützt die öffentliche Hand das RegioRadStuttgart in den kommenden knapp neun Jahren mit fast zehn Millionen Euro, so die Information aus dem Stuttgarter Rathaus, wo RegioRadStuttgart zentral gesteuert wird. Davon trage die Landeshauptstadt 6,6 Millionen Euro, der Rest verteile sich auf die anderen beteiligten Kommunen, heißt es.

Ludwigsburg rechnet mit Kosten, die sich für die sieben Stationen auf rund 380 000 Euro summieren. Pro Fahrrad und Jahr wird die Stadt an den Betreiber Call a Bike rund 1000 Euro bezahlen, erklärt die Stadtverwaltung auf Anfrage unserer Zeitung. Das macht bei sieben Stationen mit jeweils fünf Rädern über die knapp neun Jahre einen Zuschuss von rund 300 000 Euro. Dazu kommen noch die Ausgaben für das Herrichten der Standplätze, auf denen Call a Bike die Verleihstationen aufstellen wird. Die Stationen müssen zudem an das Stromnetz angeschlossen werden.

Von der Stadt angekündigt waren zu Jahresbeginn für die sechs neuen Verleihstationen folgende Standorte: die Innenstadt beim Einkaufszentrum Marstall und beim Parkplatz Bärenwiese, Eglosheim bei der S-Bahn-Haltestelle Favoritepark nahe dem Hochschul-Campus, die Oststadt am Klinikum, das Gewerbegebiet Weststadt sowie Hoheneck. Dazu kommt als siebter Standort der Bahnhof.

Ab Januar soll Call a Bike die Stationen überall in der Region aufbauen, möglichst zum 1. März soll der Betrieb starten, so die Ansage aus dem Stuttgarter Rathaus. Ob Ludwigsburg im Januar so weit ist, scheint ungewiss. Vom hiesigen Rathaus ist noch nicht zu erfahren, wo genau die Leihfahrräder dann aufgestellt werden sollen. Einerseits wird erklärt, an den zu Jahresbeginn genannten sieben Standorten für die Leihstationen werde sich nichts ändern, andererseits wird jetzt mit Blick auf das Gewerbegebiet Weststadt gleich von zwei Leihstationen gesprochen.

Näheres könne man noch nicht sagen, so die Begründung der Stadtverwaltung, weil man zunächst in Gespräche mit Call a Bike einsteigen müsse, um die genauen Anforderungen an die Standorte von Leihstationen abzuklären. „Die genaue Lage der einzelnen Verleihstationen ist gegenwärtig Gegenstand interner baurechtlicher Prüfungen unter Berücksichtigung der erforderlichen Strom- und Internetanbindungen, nachdem inzwischen die Anforderungen aus der Ausschreibung und dem Angebot vorliegen.“ Bezüglich der Weststadt sei zusätzlich noch eine Prüfung im Rahmen der Entwicklung eines integrierten Mobilitätskonzepts vorgeschaltet.

von peter maier-stein
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